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Rauputz auftragen - so funktioniert's

Rauputz ist ein Wandbelag für den Innen- oder Außenbereich, der durch unterschiedliche Oberflächenbehandlung seine charakteristische Struktur erhält. Je nach Region wird dieser Putz auch als Rillenputz, Wurmputz, Madenputz oder Rindenputz bezeichnet, was auf die besondere Struktur zurückzuführen ist. Rauputz kann auf verschiedene Arten aufgetragen werden, um unterschiedliche Optiken zu erzielen. Mit dem richtigen Werkzeug ist das Auftragen des Rauputzes es kein Problem.

Bringen Sie Rauputz an Ihre Wände.
Bringen Sie Rauputz an Ihre Wände.

Was Sie benötigen:

  • Grundierung
  • Malerrolle
  • Rauputz
  • Maurerkübel
  • Rührquirl
  • Wasser
  • Glätter
  • Kunststoffreibebrett
  • Holzreibebrett

Bevor Sie den Rauputz anbringen

  • Vor dem eigentlichen Auftragen des Rauputzes müssen Sie dafür sorgen, dass die Untergrundfläche sauber und ohne Unebenheiten ist. Diese müssen Sie, je nachdem ob Sie Mineralputz oder Kunstharzreibeputz verwenden, vorbehandeln und grundieren, damit der Rauputz nach dem Auftragen auch an der Wand haften bleibt. Dies können Sie gut mit einer Malerrolle tun.
  • Das Auftragen des Rauputzes schließlich kann von Hand oder auch mit einer Maschine erfolgen. Die gewünschte Struktur bekommen Sie, indem Sie mit einem Holz- oder Kunststoffreibebrett den noch feuchten Putz verreiben. Je nachdem welche Reibrichtung Sie beim Strukturieren des Rauputzes wählen, erreichen Sie unterschiedliche Oberflächen des Rillenputzes.

Das Auftragen des Putzes von Hand

  1. Um den Rauputz aufzutragen, rühren Sie diesen im Maurerkübel nach Herstellerangaben an. Rühren Sie die Mischung so lange, bis der Putz eine lockere, sämige Konsistenz hat. Achten Sie darauf, dass Sie nie mehr Material anrühren, als Sie innerhalb von 20 Minuten auch verarbeiten und strukturieren können.
  2. Tragen Sie nun mit Hilfe eines Glätters den Putz auf die Wand auf, wobei Sie anfangs etwas mehr Material verwenden können. Als Unterlage können Sie am Fuße der Wand ein Brett platzieren, sodass Sie heruntergefallenen Rauputz auffangen und wieder auftragen können. Anschließend ziehen Sie mit steil gestelltem Glätter den Rauputz scharf auf Kornstärke ab, sodass nur eine dünne Schicht zurückbleibt.
  3. Lassen Sie den aufgetragenen Rauputz für 15 Minuten ruhen, bevor Sie mit der Strukturierung der Oberfläche beginnen. Hier haben Sie mehrere Möglichkeiten, den Rauputz nach Ihren Vorstellungen zu gestalten. Bereits zu fest gewordenen Putz können Sie mit Wasser wieder aufbereiten.

Strukturierung von Rauputz nach dem Auftragen

  • Nach dem Auftragen müssen Sie dem Rauputz noch seine endgültige Oberflächenstruktur mit Hilfe eines Kunststoff- oder Holzreibebretts verschaffen. Hierzu können Sie sowohl waagrecht, senkrecht als auch kreisend vorgehen. Jede Technik lässt ein anderes Wandbild entstehen.
  • Durch kreisende Bewegungen erzielen Sie kleine Kringel und Rundungen, was die Oberfläche optisch rauer wirken lässt. Waagrecht geriebener Rauputz vergrößert die Wand optisch, wohingegen senkrecht verriebenes Material die Wand optisch schmälert. Ganz egal, für welche Technik Sie sich beim Rauputz auftragen entscheiden, können Sie so auch optische Akzente setzen.
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