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Raupenarten – so erkennen Sie Nützlinge und Schädlinge

Haben Sie bei der Gartenarbeit Raupen gefunden und sich gefragt, ob diese Ihren Pflanzen schaden können? Viele Raupenarten leben von Brennnesseln oder anderen Wildpflanzen, bis sie sich verpuppen und sich zu schönen Schmetterlingen entwickeln. Andere wiederum können sich massenhaft vermehren und ganze Bäume kahl fressen. Der folgende Artikel stellt einige Raupenarten vor.

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Daraus wird ein Großer Kohlweißling.
Daraus wird ein Großer Kohlweißling. © menkmen / Pixelio

Raupen beliebter einheimischer Schmetterlinge

  • Haben Sie an Brennnesseln stachlige schwarze Raupen mit weißen Punkten und rötlichen Füßen entdeckt? Dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um die erwachsenen Raupen des Tagpfauenauges. Diese ernähren sich, wie auch einige andere Raupenarten, fast ausschließlich von Brennnesseln.
  • Auch die Raupen des Kleinen Fuchses leben nur an Brennnesseln. Die erwachsenen Raupen erkennen Sie an den gelb-schwarzen Streifen in Längsrichtung.
  • Die Raupen des Distelfalters werden Sie hauptsächlich auf Disteln entdecken, aber auch auf Brennnesseln und einigen anderen Pflanzen. Bei den erwachsenen Raupen ist jedes Segment von einem Dornenring umgeben. Die Färbung unter dem dunklen Muster kann gelblich, grün oder rötlich sein.
  • Falls ein Faulbaum oder ein anderes Kreuzdorngewächs in Ihrem Garten steht, haben Sie gute Chancen, die Raupen des Zitronenfalters beobachten zu können. Diese sind durchgehend grün und sitzen immer auf der Oberseite eines Blattes, meist in der Mitte.
  • Sehr auffällig ist die Raupe des Braunen Bären. Sie ist fünf bis sechs Zentimeter lang und hat besonders lange Haare. Diese sind auf dem Rücken dunkelbraun und an den Seiten und am Bauch rötlich. Die Raupen fressen verschiedene Wildkräuter, sind manchmal aber auch an Himbeer- oder Brombeersträuchern zu finden. Sie dürfen nicht bekämpft werden, da der Nachtfalter zu den geschützten Schmetterlingen gehört.

Diese Raupenarten verursachen Schäden

  • Zu den bei Gärtnern und Landwirten unbeliebten Raupenarten gehören die Raupen des Kohlweißlings. Sie fressen die Blätter aller Kohlarten, aber auch andere Kreuzblütengewächse und Kapuzinerkresse. Die Raupen des Kleinen Kohlweißlings sind vollständig grün, die des Großen Kohlweißlings haben gelbliche Längsstreifen und schwarze Flecken. Am besten bekämpfen Sie die Raupen, indem Sie sie ablesen. Ein natürlicher Feind ist die Kohlweißlings-Schlupfwespe.
  • Die als Spanner bekannten Raupenarten, wie beispielsweise der Kleine Frostspanner, können großen Schaden an Obst- und Ziergehölzen sowie Beerensträuchern anrichten. Die Raupen des Kleinen Frostspanners sind hellgrün mit einer dunklen Linie auf dem Rücken. Diese Raupenarten bilden einen Buckel, wenn sie sich fortbewegen oder wenn Sie sie berühren. Zur Bekämpfung können Sie ab Oktober Leimringe am Baumstamm anbringen. Die festhängenden Weibchen legen ihre Eier darauf ab. Vor dem Ausschlüpfen der Raupen müssen Sie die Ringe verbrennen.
  • Die Raupen von Gespinstmotten, wie beispielsweise der Apfelgespinstmotte, können Bäume und Sträucher vollständig kahl fressen. Zusätzlich bilden Sie ein Gespinst über der Pflanze. Die Raupen der Apfelgespinstmotte sind etwa zwei Zentimeter lang, haben einen schwarzen Kopf und an den Seiten jeweils eine Linie aus schwarzen Flecken. Bekämpfen können Sie die Raupen durch Ablesen oder Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl. Meist sorgen andere Insekten für eine natürliche Bekämpfung und das Gehölz erholt sich im folgenden Jahr wieder.
  • Haben Sie helle Streifen und Flecken an Schnittlauch, Porree, Knoblauch oder Zwiebellauch entdeckt? Dann sind diese Pflanzen wahrscheinlich von den Raupen der Lauchmotte befallen. Diese sind nur etwa acht Millimeter lang, hellgrün und haben einen braunen Kopf. Vernichten Sie am besten die befallenen Pflanzen.
  • Auch die Larven einiger Blattwespen können im Garten und in der Landwirtschaft großen Schaden anrichten, besonders an Rosen und verschiedenen Beerensorten. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um Raupenarten, aber sie sehen kleinen Raupen sehr ähnlich. Typisch ist die s-förmige Verkrümmung, wenn sie sich gestört fühlen.

So bekämpfen Sie die Schädlinge

  • Pflanzenschutzmittel sollten Sie im Garten nur anwenden, wenn andere Methoden nicht helfen und die Gefahr einer massenhaften Vermehrung besteht. Lassen Sie sich in diesem Fall im Fachhandel beraten. Bedenken Sie aber, dass diese Mittel oft auch Bienen, andere nützliche Insekten und auch natürliche Feinde der Schadinsekten vernichten.
  • Gestalten Sie Ihren Garten vogelfreundlich, zum Beispiel durch Nistkästen.
  • Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig auf Schädlingsbefall und entfernen Sie bereits erste Exemplare durch Absammeln oder Ausschneiden.

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