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Pullmannsitz - Infos für Fährenreisende

Mit der Fähre zu reisen, ist vor allem etwas für Urlauber, die Flugangst haben oder schnell von einer Insel zur nächsten beziehungsweise zum Festland wollen. Nicht immer muss dabei eine Kabine gebucht werden - eine günstige Alternative ist der Pullmannsitz.

Viele Fähren bieten für Reisende sogenannte Pullmannsitze an.
Viele Fähren bieten für Reisende sogenannte Pullmannsitze an.

Wer mit der Fähre eine längere Strecke fährt, kümmert sich in der Regel um einen Schlafplatz. Die meisten größeren Fähren bieten Kabinen an, also kleine Zimmer, die je nach Klasse Doppel- oder Stockbetten enthalten. Doch nicht jeder sieht es ein, die Urlaubskasse für die bloße Überfahrt mehr als nötig zu belasten. Darum gibt es eine preisgünstigere Alternative zum eigenen "Zimmer" auf dem Schiff.

Der Pullmannsitz - praktische Alternative

Beim Pullmannsitz handelt es sich um einen meist lederbezogenen Sessel mit einer dicken Sitzfläche und einer breiten und ebenfalls dicken Lehne, die oft höhenverstellbar ist. Bei vielen Fährlinien wird er auch als "Flugzeugsitz" bezeichnet, was eine recht treffende Beschreibung ist. Für eine Überfahrt ist der Sitz meist schon für 50 bis 70 Euro zu haben. Auf Fähren, die diese Sitze anbieten, gibt es in der Regel einen großen Raum, indem alle verfügbaren Pullmannsitze in Reihen hintereinander angebracht sind. Wer einen solchen Sessel gebucht hat, bekommt beim Einchecken dann meist eine Nummer zugewiesen und kann sich auf dem Sitz einrichten. Es ist aber ratsam, den Sessel zu reservieren, falls man sich auf dem Schiff umsehen will, denn es nehmen auch gern Menschen dort Platz, die keinen gebucht haben. Zusätzlich gibt es noch ein paar andere Nachteile dieser Reiseart.

Laut, eng und unbequem

  • Der Pullmannsitz ist zum Schlafen gedacht, doch dies gestaltet sich oft gar nicht so einfach. Das liegt daran, dass der Sessel eben doch recht eng und damit nicht unbedingt bequem ist. So suchen sich viele Reisende nach einem missglückten Versuch lieber ein ruhiges Plätzchen an Deck oder in einem Aufenthaltsbereich. In diesem Fall kann man sich das Geld für den Sitz aber auch sparen und gleich eine Deckpassage buchen.
  • Neben der Enge des Sitzes ist aber auch die Tatsache, dass sämtliche Sessel in einem großen Raum angebracht sind, ein Problem, denn es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen und es ist oft sehr laut, denn es wollen ja nicht alle gleichzeitig schlafen. Manchmal laufen auch Fernseher, die der Unterhaltung dienen sollen und dementsprechend ebenfalls laut sind.
  • Ein drittes Manko des Pullmannsitzes ist, wie eben schon erwähnt, dass hier häufig das Prinzip "weggegangen, Platz vergangen" herrscht. Es kann also gut sein, dass Sie sich auf einer kurzen Fährreise gleich mehrfach mit anderen Passagieren herumschlagen müssen, die es sich auf Ihrem Sitz bequem gemacht haben.

Fazit: Der Pullmannsitz ist etwas für Menschen, die in jeder Lebenslage schlafen können und starke Nerven haben - ansonsten empfiehlt sich eine meist noch günstigere Deckpassage.

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