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Plexiglasaquarium selber bauen - so geht's

Ein Plexiglasaquarium ist nicht viel schwerer zu bauen als ein Echtglasaquarium. Sie müssen nur einiges bedenken, wenn Sie dieses selber bauen wollen.

Aquarien können Sie aus Plexiglas bauen.
Aquarien können Sie aus Plexiglas bauen.

Was Sie benötigen:

  • Plexiglaszuschnitte
  • Spezialkleber
  • Silikon

Grundsätzliches zum Plexiglasaquarium

Sie können natürlich ein Plexiglasaquarium bauen, statt aus Glas, dabei sollten Sie sich aber über die Vor- und Nachteile im Klaren sein:

  • Ein Plexiglasaquarium ist empfindlicher als ein Glasaquarium, es verkratzt sehr leicht. Sie können es zwar mit einer Nanoversiegelung versehen und so Algenwuchs verhindern, aber über kurz oder lang werden sich Kratzer nicht vermeiden lassen. Das sollten Sie auf jeden Fall bedenken.
  • Für ein Plexiglasaquarium spricht das geringere Gewicht, wobei dieses nur für den Transport des leeren Aquariums von Bedeutung ist, den mit Wasser gefüllt kommt es auf das Gewicht des Aquariums kaum noch an.
  • Eindeutig für ein Plexiglasaquarium spricht, dass Sie dieses in vielen Formen gestalten können, die bei Glas kaum möglich sind. Selbst Zylinder sind als Aquarium möglich. Dabei sollten Sie aber die Bedürfnisse der Fische nicht außer Acht lassen. Kleine Zylinder von unter 30 cm Durchmesser sind völlig ungeeignet, aber gegen Zylinder von 1 m Durchmesser spricht nichts.
  • Plexiglas können Sie mit Silikon verkleben, aber da kann es zu Dichtigkeitsproblemen kommen, das sollten Sie auch bedenken, gute Kleber für Plexiglas verschweißen dieses und sind giftig. Sie müssen also einen gut gelüfteten Raum zur Verfügung haben, um ein Plexiglasaquarium bauen zu können.
  • Damit das Plexiglasaquarium dem Wasserdruck standhält, müssen Sie ungefähr solche Materialdicken verwenden, wie Sie auch bei Glas üblich sind. Becken bis 50 cm Höhe können Sie aus 10 mm starkem Plexiglas fertigen, höhere Aquarien sollten 12 mm oder mehr haben.

Schritt für Schritt zum Plexiglasbecken

  1. Legen Sie die Maße fest und wählen Sie lieber eine dickere Materialstärke, als eine zu dünne. Beachten Sie bei der Bemaßung die Dicke der Platten und planen Sie diese mit ein.
  2. Eine übliche Konstruktion sieht vor, dass die beiden Seitenwände auf die Grundplatte geklebt werden und die Front und die Rückwand davor. Bei einem Becken von 50 x 30 x 40 cm (Länge x Breite x Höhe) und 10 mm Plattendicke benötige Sie also eine Platte von 50 x 30 cm als Grundplatte, zwei Seiten von 30 x 39 cm und die Vorder- und Rückseite von 50 x 40 cm.
  3. Wenn Sie mit Dichlormethan oder einem ähnlich Mittel zum Verschweißen kleben, sollten Sie die Kanten nicht anschleifen, sondern nur von eventuell vorhandenen Spänen befreien. Fügen Sie das Plexiglasaquarium zusammen und fixieren es mit Klebestreifen. Streichen Sie dann das Mittel auf die Nähte. Es zieht sich zwischen die Platten und verschweißt diese.
  4. Wenn Sie mit lichthärtenden Klebern arbeiten, müssen Sie die Kanten anschleifen, entfetten und dann dünn den Kleber auftragen. Setzen Sie dann die Klebestelle UV-Licht aus, um diese zu härten. Diese Kleber sind deutlich schwerer zu verarbeiten, dafür gibt es keine giftigen Dämpfe.
  5. So ist das Acrylglasbecken so haltbar verklebt, dass eher das Plexiglas bricht, als die Klebestelle. Das heißt aber nicht, dass es unbedingt auch wasserdicht sein muss, denn eine kleine Fuge genügt, dass Wasser austreten kann. Aus diesem Grund sollten Sie die Kanten zusätzlich mit klarem Silikon für Aquarien versiegeln, dann ist das Plexiglasaquarium auch garantiert dicht.
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