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Ofenzement - Wissenswertes

Wenn von Ofenzement die Rede ist, wird damit meist Feuerzement oder auch Kaminzement gemeint. Zement, der Feuer und Hitze in einem Ofen widerstehen muss, ist etwas anderes als normaler Portlandzement, wie er bei normalen Bautätigkeiten zum Einsatz kommt.

Hitzebeständige Steine werden mit Ofenzementmörtel verbunden.
Hitzebeständige Steine werden mit Ofenzementmörtel verbunden.

Feuerfeste Zemente werden für vielerlei Anwendungen benötigt. Eingesetzt werden sie zur Herstellung feuerfester Betonarten. Auch in feuerfestem Mauermörtel für den Kachelofen- und Kaminbau ist Ofenzement ein wichtiger Bestandteil.

Calcium-Aluminat-Zemente für spezielle Anwendungen

  • Ofenzement kommt als Calcium-Aluminat-Zement oder Tonerdezement auf den Markt. Hergestellt werden diese Zemente durch Schmelzen. Ausgangsmaterielien sind Bauxit und Kalkstein. Daher tragen sie auch die Bezeichnung Tonerdeschmelzzemente.
  • Durch das Schmelzen entstehen spezielle Mineralphasen, die dem Ofenzement oder Tonerdezement Eigenschaften verleihen, die wesentlich von normalen Portlandzementen (Calcium-Silicat-Zementen) abweichen. Tonerdezemente sind schnell härtend. Dabei erstarren sie wie Portlandzemente. Betone, hergestellt aus Tonerdezement, widerstehen Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius.
  • Kalzium-Aluminat-Zement ist nicht nur besonders widerstandsfähig gegenüber höchsten Temperaturen. Er widersetzt sich auch Korrosion, Abnutzung und chemischen Angriffen. Obwohl der Feuerzement die gleiche Fixierungsdauer wie sonstige Bauzemente besitzt, gewinnt er sehr rasch an Druckfestigkeit. 
  • Beständigkeit zeichnet ihn auch gegen biologische Einwirkungen und Säuren aus.Das macht ihn ideal zum Einsatz in Gießereien, Kaminen, Öfen und Brennkammern. Verwendung findet er zudem in unterschiedlichsten Reparaturmörteln, Keramikklebern und Dichtungsmaterialien.

Ofenzement - Anwendungsgebiet Ofenreparatur

  • Ofenzement kommt oft in speziellen feuerfesten Mörtelmischungen für Reparaturzwecke in Herden und Öfen vor. Hierbei geht es um das Reparieren von ausgebrannten Stellen bei Kleinfeuerungen.Das dichte Gefüge des Mörtels gewährleistet eine besonders gute Wärmeübertragung. Allerdings darf der Mörtel beim Mischen nicht überfeuchtet werden, sonst verliert er an Festigkeit.
  • Für eine erfolgreiche Reparatur müssen Unterlagsflächen vorbehandelt werden. Der Untergrund muss staubfrei sein. Beim Verarbeiten von feuerzementhaltigem Mörtel muss ein Untergrund unbedingt vor dem eigentlichen Mörtelauftrag genässt werden. Trockene Flächen saugen das Anmachwasser sofort an. Der Mörtel verliert sehr an Endfestigkeit. Für die Verarbeitung der schnell erstarrenden Feuerzemente und Mörtel bleibt meist eine Zeit von 20 Minuten. 

Wer beim Ofenbau auf selbst hergestellten Mörtel setzt, kann sich diesen aus Schamottemehl und Feuerzement anfertigen.

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