Alle Kategorien
Suche

Nerv ich ihn? - So lernen Sie, dem Partner seine Freiheit zu lassen

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie und Ihr Partner dieselbe Auffassung von einem harmonischen Nähe-Distanz-Verhältnis haben, und fragen sich manchmal: "Nerv ich ihn etwa?"

Wer braucht wie viel Nähe?
Wer braucht wie viel Nähe?

Nähe und Distanz sind in jeder Beziehung ein Thema, das ganz individuell gelöst werden muss. Zu viel Distanz hemmt den Aufbau einer starken Bindung, zu viel Nähe engt ein und nervt auf Dauer. Wie lassen Sie Ihrem Partner genug Freiraum, ohne dass Sie das Gefühl füreinander verlieren?

Was ist schön, was nervt?

  • Die wichtigste Basis für eine gleichberechtigte Beziehung, in der kein Partner den anderen mit zu viel Nähe erdrückt und nervt, ist ein erfülltes Sozialleben außerhalb der Beziehung. Wenn beide Partner genügend Freunde und Hobbys haben, stellt sich keine Hierarchie ein, in der sich ein Partner sozial außerhalb der Beziehung orientiert, während der andere von ihm abhängig ist, weil er oder sie selbst keine solchen Bezugspunkte hat.
  • Ein gesundes Verhältnis zwischen der Zeit, die Sie zusammen verbringen, und der Zeit, in der Sie etwas Eigenes machen, bereichert Ihre Beziehung ebenfalls. Sie bringen neue Aspekte in die Beziehung, haben sich etwas zu erzählen und freuen sich während der Abwesenheit aufeinander.
  • Wenn Ihr Partner Ihnen erzählt, er treffe sich mit Freunden, dann nehmen Sie sich etwas anderes vor. Ab und zu können Sie sicherlich mitkommen, aber jeder sollte seine eigenen Freunde für sich haben können. Im Idealfall nehmen Sie sich auch etwas vor, wenn Ihr Partner nicht unterwegs ist, und machen Ihre Pläne nicht zu sehr von ihm abhängig.
  • Warten Sie nicht auf Ihren Partner, wenn Sie nicht verabredet sind. Sätze, wie "Ich dachte, du kommst früher nach Hause", können sehr nerven und den Anderen in seinem Rhythmus stören.
  • Kontrollieren Sie Ihren Partner nicht und zwingen Sie ihn nicht, seinen Tagesrhythmus auf Sie abzustimmen. Dazu gehört, dass Sie keine Deadlines einfordern, wann der Andere nach Hause kommt. Unterscheiden Sie zwischen Verabredungen und alltäglichen Erwartungshaltungen.
  • Achten Sie darauf, dass die Kontaktaufnahme in Ihrer Beziehung nicht einseitig ist. Wenn Sie das Gefühl haben, dass nur Sie sich melden, nehmen Sie sich vor, mit der nächsten Kontaktaufnahme zu warten, bis Ihr Partner sich meldet. Machen Sie in dieser Zeit etwas anderes und fixieren Sie sich nicht auf das Warten.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihr Nähe-Distanz-Verhältnis. Formulieren Sie Ihre Fragen dabei so, dass Ihr Partner die Möglichkeit hat, frei zu sprechen. Wenn Sie fragen: "Nerv ich dich?" wird Ihr Partner das wahrscheinlich nicht bejahen. Wenn Sie dagegen in freundlichem, nicht beleidigtem Ton fragen: "Brauchst du heut ein bisschen Zeit für dich?" lassen Sie mehr Freiraum zu.
Teilen: