Es gibt viele mögliche Gründe für feuchte oder nasse Wände in einer Wohnung. Meist lässt sich das Problem nicht nur auf eine, sondern auf mehrere Ursachen zurückführen. Die häufigsten Auslöser für nasse Wände sind bauliche Mängel, wie z. B. ein feuchter Keller, falsches Lüften oder das Trocknen von Wäsche in der Wohnung.

Richtiges Verhalten bei nassen Wänden

  • Das A und O ist das richtige Lüften Ihrer Wohnung. Idealerweise sollten Sie vier Mal am Tag alle Fenster öffnen und für ein paar Minuten lüften. Es reicht aber auch, wenn Sie morgens und abends lüften.
  • Lüften Sie auch - und gerade dann - wenn es draußen kalt ist oder regnet. Kalte Luft an einem regnerischen Tag ist trockener als warme Luft an einem Sommertag.
  • Trocknen Sie Ihre nasse Wäsche nach Möglichkeit nicht in der Wohnung. Für kleine Wohnungen ohne Trockenkeller oder Balkon könnte ein Wäschetrockner eine gute Lösung sein. Dies ist ein Gerät, das zugleich Waschmaschine und Wäschetrockner ist.

Hilfsmittel zur Entfeuchtung der Wohnung

  1. Haben Sie Räume ohne Fenster, müssen Sie sich anderweitig behelfen. In jedem Baumarkt finden Sie Luftentfeuchter in vielen verschiedenen Variationen. So gibt es z. B. Granulate, die die Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung aufsaugen und somit helfen, die nassen Wände zu trocknen.

  2. Für größere Räume gibt es richtige Raumentfeuchtungsgeräte. Diese sind sehr effektiv, verbrauchen jedoch auch einiges an Strom. Klären Sie daher mit Ihrem Vermieter, wer die erhöhten Stromkosten zu tragen hat.

  3. Sehr hilfreich können zudem kleine Gerätelüfter oder größere Heizlüfter sein. Vor allem in Ecken hinter Fenstern oder der Balkontür kann die Luft trotz Lüftens oft nicht richtig zirkulieren. Stellen Sie dort einen Lüfter auf, der dabei hilft, die feuchte Luft gegen frische Luft auszutauschen.

Was es außerdem zu beachten gilt

  • Nasse Wände sind noch keine Katastrophe. Es gilt jedoch unbedingt zu verhindern, dass sich an den Wänden Schimmel bildet. Schimmel kann selbst in kleinen Mengen gesundheitsgefährdend sein. Besonders Kinder und Allergiker sollten keinem Schimmel ausgesetzt sein. Zögern Sie nicht, Ihren Vermieter zu benachrichtigen. Er ist dafür verantwortlich, dass die Ursachen gefunden und eventuelle Mängel, wie z. B. vom Keller hochziehende Feuchtigkeit oder ein Wasserschaden der Nachbarn, beseitigt werden.
  • Falls Sie sich unsicher sind, ob es überhaupt schon Schimmel in Ihrer Wohnung gibt oder wie hoch die Belastung ist, können Sie im Baumarkt spezielle Schimmeltests kaufen. Diese sind jedoch recht teuer, klären Sie also, wer die Kosten dafür übernimmt.