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Mutation - Beispiele einfach erklärt

Mutation bedeutet nichts anderes als eine Veränderung des Erbgutes. Mutationen können spontan auftreten oder durch Mutagene ausgelöst werden, schwerwiegende Folgen haben oder dem Mutanten einen Vorteil verschaffen. In der Natur finden sich unzählige Beispiele für Mutationen.

Auch vierblättrige Kleeblätter sind Mutationen.
Auch vierblättrige Kleeblätter sind Mutationen.

Was ist Mutation?

Mutation ist eine Veränderung des Erbgutes. Dabei unterscheidet man verschiedene Mutationsformen:

  • Spontanmutationen geschehen ohne ersichtlichen Grund, während induzierte Mutationen durch ein Mutagen wie zum Beispiel Strahlung ausgelöst werden.
  • Während Keimbahnmutationen an die Nachkommen vererbt werden und unerlässlich für die Evolution sind, bleiben somatische Mutationen auf ein Individuum beschränkt.
  • Man unterscheidet Mutationen außerdem danach, ob ein einzelnes Gen, ein Chromosom oder das gesamte Genom verändert ist.
  • Schließlich ist es auch von Bedeutung, ob eine Mutation für das Individuum schädlich oder gar tödlich ist, ob sie ihm einen Vorteil bringt oder ob die Mutation gar nicht bemerkt wird.

Beispiele für Erbgutveränderungen

  • Eines der augenscheinlichsten Beispiele für Mutation ist die Evolution. Alle Arten, die heute auf unserem Planeten leben und an ihre verschiedenen Lebensräume angepasst sind, sind durch Mutation entstanden. Mutation im Sinne der Weiterentwicklung und Anpassung einer Art ist also etwas Positives. Als Beispiele seien hier die langen Hälse der Giraffen genannt, mit denen sie Blätter von hohen Bäumen abrupfen können, oder auch Tarnvorrichtungen wie die des Chamäleons.
  • Mutation ist außerdem die Grundlage von Zuchtformen verschiedener Tierarten. Unsere heutigen Haustierarten sind fast alle durch gezielt weitervererbte Mutation entstanden. Dabei gibt es extreme und tierquälerische Beispiele wie Katzen ohne Fell oder Hunde, die so starke Hautfalten mit sich herumtragen müssen, dass sich Ekzeme und andere Hautkrankheiten entwickeln.
  • Auch im Pflanzenreich gibt es zahlreiche Mutationen, zum Beispiel geht die Farbenvielfalt der Rosen auf gezielte Zucht zurück.
  • Mutation ruft freilich zuerst negative Assoziationen hervor. So seien hier auch Beispiele genannt, die viele Menschen als Erstes mit Mutation in Verbindung bringen: Siamesische Zwillinge, zweiköpfige Kälber, Missbildungen nach Atomunfällen und ähnliches sind die dunkelsten Seiten der Mutation.
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