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  • Weide

Mit Weiden zu basteln macht großen Spaß

  • Aus Weiden kann man, fast ohne Anleitung, Zäune, robuste Körbe, Krabbeltunnel, Pflanzengitter und vieles mehr basteln und mancher Hobbygärtner hat sich aus brauchbarem Gartenmaterial mit der Kunst des Flechtens beschäftigt und festgestellt, dass es gar nicht so schwer ist. Mit ein wenig Fantasie und Geschick können Sie die schönsten Blumenübertöpfe, Obstkörbe oder Rosengitter basteln, denn Material, um Weidekörbe zu basteln, liefert die Natur in Mengen.
  • Neben Weiden gibt es sehr viele Naturstoffe, die sich zum Flechten eignen, wie z. B. Efeu, Waldrebe oder Geißblatt, die sich für feinere Flechtarbeiten eignen. Die ungeschälte Haselnuss wirkt mit ihrem tiefbraunen Farbton sehr rustikal, während die geschälte eher hell und frisch aussieht. Auch Duftjasmin, Hartriegel, Felsenbirne oder Flieder bieten sich als Rutenlieferant an. Je nachdem, wie Sie Farben zusammen stellen möchten, wählen Sie die entsprechenden Ruten aus.
  • Die bekanntesten Weiden sind jedoch die kultivierten Korb-, bzw. Hanf-Weiden. Je nachdem, was Sie basteln möchten, wählen Sie die Stärke der Weide aus. Einfache Zäune z. B. lassen sich aus den dünneren, einjährigen Ruten basteln. Für stärkere Zäune benötigen Sie entweder zwei - oder dreijährige Pflanzen. Allerdings wäre es für Anfänger sehr schwer, ein so starkes Material zu verarbeiten. Ungeschälte Weiden eignen sich gröbere Körbe, wie z. B. Kartoffelkörbe.
  • Flechten unterteilt man in "Rundflechten" oder "Spanflechten". Beim "Rundflechten" werden die Weiden so rund, wie sie in der Natur vorkommen verarbeitet, während beim Spanflechten das Material zunächst zu flachen Flechtbändern vorbereitet wird. Einen Korb beginnt man, indem man die sogenannten "Ruten" in einander kreuzt. Beim Peddigrohr sind das die etwas dickeren "Starken", die über einander gekreuzt werden. Mit dem "Flechtband", bzw. "Stellern" genannt, kann dann die Wand geformt werden. Versuchen Sie es mal nach folgender Anleitung:

Anleitung für einen Weidenkorb

  1. Schneiden Sie sich Weiden ab, die etwa ein Jahr alt sind. Weichen Sie die Ruten und die Flechtfäden etwa eine Stunde vor Gebrauch gut in Wasser ein, damit sie geschmeidig werden und beim Biegen und flechten nicht brechen.
  2. Beginnen Sie mit dem Boden, indem Sie sechs bis acht starke Ruten auswählen. Diese Rutenzahl teilen Sie und legen sie wie ein Kreuz übereinander. Wenn Sie können, sollten Sie die drei oder vier unteren mittig einritzen und die anderen drei bis vier mittig durchschieben.
  3. Nun nehmen Sie sich Ihr Flechtband und legen es dort an, wo später der Innenbereich sein wird. Umwickel Sie zunächst das gekreuzte Mittelteil des späteren Korbes und flechten Sie dann eng anliegend um jede einzelne Rute herum. Die Ruten müssen Sie dabei etwas auseinander ziehen.
  4. Sollten Sie es schon schaffen, zu "fitzen", wäre das gut, denn dann halten Sie geflochtenen Stellen gut. Fitzen bedeutet, dass Sie mit zwei Flechtbändern, bzw. Stellern arbeiten, die durch entgegengesetzte Führung eine Rute von vorne und hinten umschließen, während beim Flechten die Rute von einer Seite frei liegt. Wenn Ihnen das zu Beginn zu schwer fällt, machen Sie es später oder in der Mitte.
  5. Wenn nach ein paar Runden die Ruten zu weit auseinander stehen sollten, schieben Sie noch eine Rute dazwischen. Sobald der Boden groß genug ist, schneiden Sie die neuen Wandstarken zu und schieben sie mit ein und knicken sie nach oben.
  6. Die bisherigen Ruten werden nun zu einer Bodenfinne verarbeitet. D. h. die Ruten werden miteinander zu einem Abschluss verflochten. Dadurch halten sie die neu eingesetzten Ruten und geben dem Boden einen Rand, damit der Korb abgestellt werden kann.
  7. Nun flechten Sie die Wände, zunächst durch Fitzen, mit zwei Flechtbändern und anschließend wie gewohnt, mit den einfachen hin- und herflechten. Flechten Sie den Korb so hoch, wie er sein soll. Am Ende verstärken Sie erneut durch Fitzen und flechten die Ruten, wie bereits unten miteinander.