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Mit einem Keilkissen den Rücken gerade halten - so geht's

Über längere Zeit eine physiologisch günstige Haltung einzunehmen, braucht Achtsamkeit, Körperbeherrschung und Muskelkraft und fällt vielen Menschen schwer. Ein Keilkissen auf der Sitzfläche eines Stuhls oder Hockers kann dabei unterstützen, den Rücken aufrecht zu halten, ist aber kein Allheilmittel.

Ein Keilkissen wäre hier gut.
Ein Keilkissen wäre hier gut.

Was Sie benötigen:

  • ein Keilkissen
  • Achtsamkeit für sich

Der menschliche Körper ist so angelegt, dass er eine Menge Belastungen klaglos hinnimmt. Voraussetzung ist allerdings, dass er in ausgewogenem Verhältnis be- und entlastet wird. Das starre Sitzen über mehrere Stunden ist eine relative Belastung für den Bewegungsapparat, der Rücken leidet hierunter am meisten. Ohnehin wäre es die beste Möglichkeit, häufige Bewegungspausen zu machen, aber das geht nicht immer. Die ideale Einstellung der Sitzmöbel ist auch hilfreich, bei Bürostühlen ist das oft auch sehr gut zu regeln. Wenn Sie all diese Möglichkeiten aber nicht haben, kann Ihnen ein Keilkissen Unterstützung bieten.

Das Keilkissen als Sitzunterstützung

  • Ein Keilkissen besteht meist aus Schaumstoff, der keilförmig zugeschnitten ist und in einer Stoffhülle steckt. Es gibt diese Kissen in mehreren Größen und Formen zu kaufen. Im Regelfall sind Keilkissen an der dicksten Stelle zwischen zehn und zwölf Zentimeter hoch, laufen zur anderen Seite flach aus und sind quadratisch oder rund.
  • Die für Sie richtige Höhe ist eine Frage des Geschmacks und der eigenen Beweglichkeit, es gibt keine für alle geltenden Regeln. Auch die Frage des umhüllenden Stoffes müssen Sie individuell beantworten. Greifen Sie eher zu waschbaren Bezügen, da eine häufige Benutzung nicht spurlos am Kissen vorübergeht. Der Schaumstoff wird bei häufiger Benutzung flacher, nach einiger Zeit sollten Sie das Keilkissen also austauschen.
  • Der Sinn eines Keilkissens besteht darin, eine plane Sitzfläche hinten zu erhöhen, dazu legen Sie es mit der schmalen Seite nach vorne auf Ihren Stuhl, die dicke Seite befindet sich hinten, bei Stühlen grenzt sie an die Lehne an. Über diesen Kunstgriff wird das Becken so gekippt, dass die Lendenwirbelsäule in die Lordose geht und der Bauch sich verlängert, eine der Voraussetzungen für einen geraden Rücken, der zu einer aufrechten Haltung gehört.

Ein Rücken wird mit Sitzkissen nicht automatisch gerade

  • Wenn Sie glauben, dass Sie von jedweder Verantwortung für die Haltung Ihres Rückens freigesprochen sind, wenn Sie ein Keilkissen benutzen, liegen beziehungsweise sitzen Sie falsch. Denn zu einer aufrechten Haltung gehört mehr als nur die Beckenkippung.
  • Und - man kann auch auf einem Keilkissen lümmeln und unglaublich schief und krumm sitzen, das ist mit Kissen nicht anders als ohne. Aber das Keilkissen kann Sie gut darin unterstützen, die Beckenkippung mit etwas weniger Kraft einzunehmen und an die aufrechte Haltung erinnert zu werden. Dazu gehört dann aber auch noch ein aufgerichtetes Brustbein, die angepasste Stellung der Halswirbelsäule und des Kopfes und die physiologische Stellung von Armen und Beinen.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit der aufrechten Haltung haben oder sogar Schmerzen beim Sitzen, ist ein Keilkissen eventuell eine gute Hilfe für Sie, besprechen Sie das aber auch mit einem Physiotherapeuten.

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