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Magnetismus abschirmen - so klappt's

Sie sehen sich in Physik der Aufgabe gegenüber, einen Magnetismus abzuschirmen, wissen aber nicht, wie Sie dabei vorgehen müssen? Welche Unterschiede sich beim Abschirmen hoch- und geringfrequenter Magnetelder ergeben und nach welchem Prinzip die Abschirmung funktioniert, lesen Sie hier.

Geheimnis des Abschirmens - abstossender Magnetismus
Geheimnis des Abschirmens - abstossender Magnetismus © Gaby_Kempf / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • weichmagnetische Werkstoffe

Magnetismus geringer und hoher Frequenz abschirmen - Wissenswertes

  • Elektrische sowie magnetische Felder werden abgeschirmt, um die Umgebung vor elektromagnetischen Wellen zu schützen. Um elektrische Felder abzuschirmen, müssen Sie dabei leitfähige Schirmmaterialien einsetzen, so beispielsweise Metallfolien. Geht es Ihnen eher um eine elektrostatische Abschirmung, so gehen Sie dagegen nach dem Influenzprinzip vor.
  • Wollen Sie frequent geringen Magnetismus abschwächen, so bedecken Sie die Quelle des Feldes einfach mit weichmagnetischen Werkstoffen. Beispielsweise finden Sie ein derartiges Abschirmungsprinzip in Röhrenmonitoren wieder. Als ein geeigneter, weichmagnetischer Stoff kann Ihnen dabei Mumetall empfohlen werden.
  • Geht es Ihnen um das Abschirmen eines hochfrequenten Wechselfelds, so sind Sie auf eine vollkommen geschlossene Hülle aus elektrisch leitfähigem Material angewiesen, so beispielsweise auf einen blechernen Kasten.

Magnetismus - so funktioniert das Abschirmen

  • Letztlich können Sie sich das Abschirmen so vorstellen: Durch leitfähige Materialien um den Magneten wird ein Magnetfeld mit entgegengesetzter Polung generiert.
  • Wenn Sie ein Magnetfeld mit Metallen umgeben, die mit möglichst beweglichen Leitungselektronen ausgestattet sind, so entsteht die Lorentz-Kraft und die Elektronen bewegen sich um die magnetischen Feldlinien. Dabei werden Kreisströme generiert, sodass sich ein zweites, entgegengesetzt gepoltes Magnetfeld bildet.
  • Materialen mit geringem elektrischen Widerstand eignen sich fürs Abschirmen von Magnetismus am besten, weil sie stärkere Kreisströme hervorrufen. Damit entsteht ein stärkeres zweites Feld und Ihre Abschirmung ist effektiver.
  • Als Laien sollte es Ihnen schließlich kaum gelingen, Magnetismus wirklich abzuschirmen. Der Grund dafür: Die weichmetallische Konstruktion, die Sie um die Quelle des Magnetfelds bauen müssen, das heißt also der leitfähige Metallkasten für das Magnetfeld, darf nicht die geringste Lücke aufweisen. Beim Bauen müssen Sie also akribisch präzise vorgehen, sonst ist alles für die Katz.

So bleibt Ihnen am Ende viel Spaß beim Ausprobieren zu wünschen, vor allem aber werden Sie viel Zeit und viel Geduld benötigen.

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