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Langzeit-EKG und seine Auswertung - Wissenswertes über die Methode

Wenn Sie regelmäßig unter Herzbeschwerden leiden, wird Ihr Arzt Ihnen eventuell ein Langzeit-EKG vorschlagen. Mit diesem Verfahren lassen sich relativ einfach Unregelmäßigkeiten in der Aktivität Ihres Herzens erkennen. Über 24 Stunden tragen Sie einen speziellen Rekorder mit sich, der alles Wichtige aufnimmt. Vom Arzt erfolgt dann die Auswertung.

Die EKG-Kurve verrät dem Arzt einiges.
Die EKG-Kurve verrät dem Arzt einiges.

Funktion des Langzeit-EKGs

  • Das Langzeit-EKG erhalten Sie, wenn Ihr Arzt Auffälligkeiten am Herzen beurteilen möchte und eine Auswertung notwendig ist.
  • Das EKG, die Elektrokardiografie, zeichnet elektrische Impulse auf, die von Ihrem Herzen abgegeben werden. Mit jedem Herzschlag durchziehen winzige Stromschläge Ihr Herz.
  • Ohne die Bildung von Strom könnte Ihr Herz sich nicht zusammenziehen und so Blut in Lunge und Körper ausstoßen.
  • Man spricht von dem Erregungsleitungssystem. Im linken Vorhof Ihres Herzens befindet sich der Sinusknoten, der auch als Schrittmacher betitelt wird. Er schickt elektrische Impulse etwa 72-mal pro Minute los.
  • Diese werden an den Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) geleitet, der wiederum den Impuls an das HIS-Bündel und die Purkinje-Fasern leitet, die die Kontraktion des Herzmuskels bewirken.
  • Nach außen lassen sich die Stromschläge an bestimmten Punkten auf Ihrem Brustkorb besonders gut messen.
  • Hier werden Elektroden auf Ihre Haut geklebt, die die gemessenen Ströme an einen Rekorder leiten, der alle Aktionen aufnimmt.
  • Bei einem normalen EKG dauert die Aufzeichnung nur wenige Minuten, bei einem Langzeit-EKG 24 Stunden. Die Auswertung erhalten Sie im Allgemeinen einige Tage, nachdem Sie das Gerät wieder abgegeben haben.

Auswertung der Aufzeichnungen

  • Mit einem Langzeit-EKG lassen sich verschiedene Störungen Ihres Herzens darstellen.
  • Bei der Auswertung kann zum Beispiel herauskommen, dass Ihr Herz zu langsam oder zu schnell schlägt und dies die Ursache für Ihre Beschwerden ist.
  • Auch Fehler im Reizleitungssystem lassen sich gut erkennen. Ist der Sinusknoten als Schrittmacher zum Beispiel nicht aktiv, übernimmt der AV-Knoten dessen Funktion. Allerdings ist der Takt des Herzens  dann mit 40 Schlägen pro Minute sehr viel langsamer. Über die Auswertung können Fehler in diesem System gesehen werden.
  • Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Bei Vorhofflimmern oder -flattern schlägt Ihr Herz viel zu schnell. Ist Ihre Herzkammer betroffen, wird kein Langzeit-EKG angelegt - dann müssen Sie schnellstens ins Krankenhaus.
  • Bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt wird sehr schnell ein EKG durchgeführt. Da es hier zu einem Absterben von Muskelzellen im Herzen kommt, zeigt sich dies in der Kurve des Monitors. Doch nicht nur akute Herzinfarkte zeigen sich hier. Auch wenn Sie in der Vergangenheit unbemerkt einen Herzinfarkt hatten, kann das EKG Ihnen dies mitteilen.
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