Welche Kunststoffarten gibt es?

Die meisten der verschiedenen Kunststoffe lassen sich aufgrund Ihres Molekülaufbaus in verschiedene Kunststoffarten einordnen, die jeweils bestimmte Besonderheiten aufweisen:

  • Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere bilden die drei grundlegenden Kunststoffarten, die sich vor allem durch ihr unterschiedliches Verhalten bei Wärmeeinwirkung unterscheiden lassen.
  • Thermoplaste sind dabei vor allem daran zu erkennen, dass Sie sie bei normalen Temperaturen biegen können. Ab 120 °C können sie sogar wieder in einen flüssigen Zustand überwechseln.
  • Duroplaste erkennen Sie dagegen an ihrer Härte sowie daran, dass die Moleküle dieser Kunststoffarten eine engmaschige und verzweigte Struktur aufweisen.
  • Elastomere besitzen eine ähnliche Molekülstruktur wie Duroplaste, die aber weniger engmaschig aufgebaut ist, weshalb die dazugehörigen Kunststoffarten etwas elastischer bleiben.

Wozu werden die verschiedenen Kunststoffe verwendet?

  • Duroplaste und Elastomere gehören zu den Kunststoffarten, die nach der Aushärtung nicht mehr durch Erwärmung verformt werden können.
  • Während Duroplaste aus diesem Grund zum Beispiel häufig zur Herstellung von Lichtschaltern verwendet werden, eignen sich Elastomere aufgrund Ihrer Elastizität eher zur Produktion von Autoreifen.
  • Zu den Thermoplasten gehören Kunststoffarten wie Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS) und Polyethylen (PE), die aufgrund ihres weitaus niedrigeren Einsatztemperaturbereichs häufig zur Herstellung von Verpackungen eingesetzt werden. 

Anhand dieser kurzen Übersicht lassen sich die verschiedenen Kunststoffarten, die Ihnen im Alltag begegnen, relativ schnell in einer der drei großen Kategorien von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren einordnen.