Hinter den Worten "konzeptionelle Fähigkeiten" verbirgt sich bereits das Wesentliche. Wer konzeptionelle Fähigkeiten besitzt, sollte mühelos ein Konzept erstellen können, mit dem sich differenzierte Aufgaben und Sachverhalte lösen lassen.

Konzeptionelle Eigenschaften werden im Beruf gebraucht

  • Mit konzeptionellen Fähigkeiten können Sie einen Leitfaden erstellen, der Punkt für Punkt zur Lösung eines bestimmten Problems führt.
  • Mit konzeptionellen Fähigkeiten gelingt Ihnen auch die Prioritätensetzung, welche Sie beispielsweise bei der Postkorbübung vom Assessment-Center benötigen. Hierbei gilt es nämlich Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden, in einer vorgegebenen Zeit. Ein Korb voller Aufgaben wird dabei nach Wichtigkeit sortiert und abgearbeitet.
  • Zur Organisation von Konferenzen, Besprechungen, Sitzungen oder anderen wichtigen Zusammenkünften benötigen Sie konzeptionelle Fähigkeiten. Sie müssen wissen, welche Punkte in der Besprechung behandelt werden sollen, in wessen Verantwortungsbereich einzelne Punkte liegen, wie lange die Besprechung dauern soll, wie die Zeit eingehalten werden kann, welche Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und was für Unterlagen benötigt werden. Nach Ihrer Struktur wird dann das Protokoll der Besprechung erstellt.
  • Noch komplizierter wird das Ganze bei der Organisation ganzer Projekte. Ein solches Projekt kann beispielsweise eine Messe sein. Hierbei muss das große Ziel in kleine Teilabschnitte (Teilziele) unterteilt sein, die nach und nach abgearbeitet werden. Mithilfe der konzeptionellen Fähigkeiten müssen die Aufgaben an verschiedene Personen, die sich dafür eignen, verteilt werden.
  • Konzeptionelle Fähigkeiten trainieren Sie gut, indem Sie Reden oder Referate ausarbeiten.

Fähigkeiten durch die Vorbereitung von Reden trainieren

Zunächst benötigen Sie ein Thema. Dieses Thema soll den Zuhörern oder Lesern möglichst anschaulich und leicht verständlich vermittelt werden.

  1. Zuerst vertiefen Sie sich selber in das Thema und setzen sich mit den einzelnen Aspekten auseinander. Aber bedenken Sie: Wenn Sie alles verstanden haben, dann gilt dies noch lange nicht für die Zuhörer oder Leser. Diese benötigen kleine, leicht verdauliche und einprägsame Portionen.
  2. Dafür erstellen Sie ein Konzept. Das Konzept ist ein Gerüst, an dem Sie sich während der Rede entlang hangeln.
  3. Einer der wichtigsten Bestandteile ist die Einleitung oder Einführung in das Thema. Diese muss die Zuhörer neugierig machen und fesseln.
  4. Während des in verschiedene Themen unterteilten Hauptteils sollten Sie immer wieder mit anschaulichen Beispielen arbeiten. Auf Ihrem Konzept genügt ein Hinweiswort für das Beispiel.
  5. Schließlich werden am Schluss nochmals alle Inhalte der Rede zusammengefasst beziehungsweise die Ergebnisse und Schlussfolgerungen dargelegt.

Dank Ihrer konzeptionellen Fähigkeiten haben Sie einen Leitfaden entwickelt, durch den die Rede oder das Referat zum Erfolg wird.