Alle Kategorien
Suche

Kfz-Diagnosegerät - so benutzen Sie es richtig

Wenn früher der Nachbar sagte, er schaut mal kurz unter die Motorhaube und schaut sich das Problem mal an, geht das heute nicht mehr. Das ganze Auto gleicht mehr einem Computer. Nur mit einem Kfz-Diagnosegerät kann man Fehlern in der Motorsteuerung oder beim Abgasausstoß auf die Spur kommen. In der Autowerkstatt schließt der Meister sein Profigerät an. Auch für den privaten Gebrauch gibt es das Kfz-Diagnosegerät, welches dem Hobbybastler einige nützliche Funktionen bietet.

Diagnosegerät  - nützlich für die Hobbyschrauberwerkstatt.
Diagnosegerät - nützlich für die Hobbyschrauberwerkstatt.

Wenn der Motor stottert, ist meist irgendwo in der Elektronik ein Fehler anzutreffen. Eine Fehlerdiagnose per Software kann Ihnen hier helfen.

Kfz-Diagnosegerät als Stand-Alone-Gerät oder als Software fürs Notebook

  • Ohne eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker oder ähnlich Kenntnisse können Sie mit einem Kfz-Diagnosegerät Fehler in der Steuerungselektronik aufdecken. Diese sogenannte On-Board-Diagnose macht jede Werkstatt auch.
  • Prinzipiell haben Sie die Möglichkeit mit zwei verschiedenen Methoden eine Fahrzeugdiagnose durchzuführen. Zum einen gibt es das Kfz-Diagnosegerät als Stand-Alone-Gerät. Zum anderen können Sie mit einem speziellen Kabel und einer Software auf dem Laptop Diagnosen rund um das Auto vornehmen. 
  • Meist bietet Ihnen eine ständig erneuerte Software ein hohes Maß an Sicherheit, die richtigen Fehler aufzudecken. 
  • Alle modernen Fahrzeuge haben eine entsprechende OBD-Schnittstelle für den Anschluss von Diagnosegeräten.

Nur ein versierter Fachmann sollte sicherheitsrelevante Einstellungen ändern

  • Kompakte Kfz-Diagnosegeräte für rund 50 Euro zeigen Ihnen spezielle Codes an. Diese Codes sind genormt und können daher in eine Klaranzeige verwandelt werden.
  • Mit einer Diagnosesoftware, kostet unter Umständen bis zu 500 Euro, können Sie mit Ihrem Laptop nicht nur Fehler suchen und beheben, sondern auch selbst Codierungen der Fahrzeugelektronik vornehmen.
  • Ihr Auto können Sie dennoch auch damit nicht selbst reparieren. Sie erhalten zwar die Fehlercodes aufgezeigt, was am Fahrzeug schiefläuft, müssen Sie selbst herausfinden.
  • Ein Kfz-Diagnosegerät ersetzt keinen Fachmann. Mit einem Kfz-Diagnosegerät können Sie dennoch umfangreiche Eingriffe in die Steuerungselektronik machen. Teilweise können Sie auch sicherheitsrelevante Einstellungen verändern. Dann sollten Sie allerdings sehr genau wissen, was Sie tun.
  • Wenn Sie Änderungen in der Motorsteuerung zur Leistungssteigerung vornehmen, brauchen Sie ein Werkstattgutachten und müssen beim TÜV vorstellig werden.

Nützliches beim Freischalten einiger Funktionen

Für Sie als Hobby-Schrauber bietet Ihnen ein Kfz-Diagnosegerät das Freischalten einiger Funktionen (Tempomatfreischaltung nach dessen Einbau) an, die Sie sonst teuer in einer Fachwerkstatt erledigen müssten.

  • Mit einem Gerät, das speziell für Ihre Automarke entwickelt wurde, lassen sich einige Verbesserungen aus Ihrem Fahrzeug herausholen.
  • Ein OBDII-Gerät liest alle Einträge aus den Fehlerspeichern aus.
  • Im Display wird Ihnen eine Zahl angezeigt. Welche Bedeutung diese hat, müssen Sie erst herausfinden. Eine Erklärung finden Sie im Begleitheft oder auf der Geräte-CD. Meist wird Ihnen nur ein Bauteil genannt.
  • Weitere Hinweise zur Fehlerursache oder zur Behebung der Fehler gibt es nicht. Sie erhalten keine Auskunft darüber, welches konkrete Bauteil welchen Defekt hat.
  • Bei einfachen Geräten wird vor allem der auf den Motor bezogene Fehlerspeicher geprüft. Schwerwiegende Fehler an Sicherheitseinstellungen können Sie damit nicht beheben. Das sollte generell nur der Fachmann tun.

Ein Kfz-Diagnosegerät kann Ihnen beim Gebrauchtwagenkauf von Nutzen sein, weil Sie den Fehlerspeicher auslesen können. Wenn Sie viele Einträge finden, fahren Sie besser bei einer neutralen Werkstatt zur Durchsicht vor.

Teilen: