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Internist oder Allgemeinmediziner- der Unterschied einfach erklärt

Spätestens, wenn Sie einmal ins Krankenhaus müssen, werden Sie möglicherweise schon bei der Aufnahme von mehreren Ärzten betreut. Doch wissen Sie dabei eigentlich, was der Unterschied zwischen jenem Allgemeinmediziner, der Sie vielleicht ins Krankenhaus überwiesen hat und z.B. einem Internist ist?

Ärzte sind in über 32 Fachgebieten aktiv.
Ärzte sind in über 32 Fachgebieten aktiv.

Der Allgemeinmediziner

  • Der Oberbegriff "Medizin" wird in Deutschland in 32 einzelne Bereiche untergliedert. Die Allgemeinmedizin, unter welcher auch der Allgemeinmediziner (bzw. Allgemeinarzt, Hausarzt) tätig ist, ist dabei einer dieser Bereiche.
  • Der Aspekt der Allgemeinmedizin hat sich dabei aus der Inneren Medizin heraus entwickelt und zeigt sich gewissermaßen noch mit dieser verbunden.
  • Allgemeinmediziner sind in erster Linie dafür verantwortlich und auch darauf speziallisiert, akut auftretende Beeinträchtigungen von Körper und Seele bei Ihnen zu lindern oder ganz zu beheben. Diese Erstversorgung findet dabei in der Regel in der Praxis des Allgemeinmediziners statt.
  • Die Versorgung kann dabei auch langfristig und durch Hausbesuche direkt bei Ihnen erfolgen.
  • Innerhalb der Versorgung können Tests durchgeführt oder Medikamente und Überweisungen ausgestellt werden.
  • Gerade bei einem Erstkontakt muss der Allgemeinmediziner dabei absehen können, worum es sich bei einer möglichen Krankheit handelt und wie der weitere Verlauf aussieht, sodass er ein Vorgehen planen kann.
  • Weiterhin sind Sie verpflichtet, auch dann den Allgemeinmediziner zuerst aufzusuchen, wenn Sie bereits wissen, dass Sie zu einem anderen Facharzt müssen. Sie benötigen dafür jedoch eine Überweisung des Allgemeinarztes, was Ihnen Ihre Krankenkasse sicherlich bestätigen wird.
  • Sollte es sich um einen Notfall handeln, dürfen Sie natürlich direkt die Notfallaufnahme aufsuchen.

Ein Internist dagegen

  • Ein Internist ist ein Facharzt und auf dem Gebiet der Inneren Medizin tätig. Durch die Fülle an Spezialisierungen untergliedert sich dieser Oberbegriff in der Regel jedoch in eine Fülle von kleineren Bereichen.
  • Die innere Medizin betrifft dabei alle organbezogenen Bereiche, welche in ihrer Komplexität denen von Operationen ähneln und sich stellenweise auch mit anderen Bereichen der Medizin, z.B. der Radiologie, überschneiden können.
  • Der wesentliche Unterschied des Internisten zum Allgemeinmediziner ist zunächst also der Stand der Kenntnisse. Ein Internist ist hierbei wesentlich spezialisierter in seinem Gebiet, was ihm auch das Arbeiten auf den inneren Stationen eines Krankenhauses ermöglicht.
  • Ein Internist kann jedoch auch eine Weiterbildung zum Allgemeinmediziner machen. Diese allgemeinärztlich tätigen Internisten dürfen folglich ebenso die Erstberatungstätigkeiten eines normalen Hausarztes wahrnehmen, Hausbesuche abstatten und z.B. eine allgemeinärzliche Praxis eröffnen.
  • Hierbei kann es jedoch zu Rechts- oder Krankenkassenproblemen, gerade im Bereich der Geld-Rückerstattung kommen. Wenn Sie einen Internisten als Hausarzt konsultieren wollen, sollten Sie sich vorher mit Ihrer Krankenkasse über die veränderten Modalitäten unterhalten, um in Erfahrung zu bringen, ob Ihnen dadurch möglicherweise ein Nachteil entsteht.

Wissenswertes für die Zukunft

  • Die Aufteilung in Internisten, hausärztliche Internisten und Allgemeinmediziner wurde aufgehoben, allerdings bleiben die alten Modalitäten für die Umstellung noch eine Weile gültig.
  • Die Ausbildung wurde zum "Facharzt für allgemeine und innere Medizin" zusammengeschnitten, wodurch Hausärzte folglich auch Internisten sein werden und sich, gerade die oben aufgeführten rechtlichen Probleme, nicht mehr ergeben sollen.
  • Momentan ist dies jedoch noch nicht flächendeckend der Fall, sondern befindet sich erst in der Entwicklung.
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