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In Polyester schwitzen vermeiden - so geht's mit Sportkleidung

Polyester ist der Name für Kunststoffe, die Tausendsassas sind, was ihren Einsatz angeht: Sie werden für Textilfasern verwendet, die unter den Namen Trevira, Dacron oder Diolen verkauft werden, die PET-Flaschen bestehen aus ihnen und zahllose Verpackungen von Lebensmitteln sowie CDs. Allgemein werden alle Stoffe, die aus Esterverbindungen bestehen, als Polyester bezeichnet. Wie günstig die Textilfasern auch sind, beim Sport machen Sie einem nicht wirklich Freude, weil man leicht in ihnen ins Schwitzen gerät. Aber die Menschheit hat längst eine Reihe anderer Gewebe und auch "intelligente Stoffe" erfunden, die Sportler von diesem Übel befreien.

Ist Schweiß beim Sport schön?
Ist Schweiß beim Sport schön?

Je nachdem, welche Sportart Sie betreiben, ist Sportbekleidung aus anderen Materialen vorteilhaft, um ein lästiges Schwitzen zu vermeiden.

So verhindern Sie Schwitzen beim Sport in Polyester

            1. Eine bewährte Alternative zu beim Sport getragenen T-Shirts aus Polyester (ganz besonders beim Tennisspielen) sind Polohemden. Ein Polohemd erkennt man an seinem gerippten Kragen, den kurzen Ärmeln, die mit gerippten Bündchen, die elastisch sind, enden. Die dem Original entsprechenden Polohemden sind aus sogenanntem Baumwoll-Pikee gewebt, und zwar luftig. Pikee bezeichnet ein Gewebe, das erhöhte und vertiefte Stellen im Wechsel zeigt, wodurch es wie gesteppt wirkt. Es zählt zu den Doppelgeweben.
            2. Sportbekleidung aus Elastan - oder mit einem hohen Anteil von Elastan - reduziert ebenfalls das Schwitzen im Vergleich zur Bekleidung aus Polyester. Elastan ist eine Kunstfaser, die sich extrem dehnen lässt. Sie wird deshalb besonders gern für Kleidung für Gymnastik und ähnliche Sportarten verwendet. Sie ist ähnlich wie Gummi, aber fester und haltbarer. Elastan hat eine hohe Dichte (bis zu 1,3 g pro Kubikzentimeter), erlaubt eine Dehnung bis zu etwa 600 Prozent, speichert wenig Feuchtigkeit (etwa 1 Prozent) und bleibt dauerhaft in Form. Kleidung aus reinem Elastan werden sie nicht finden, denn um den Tragekomfort zu erhöhen, wird Elastan mit anderen Fasern gemischt, etwa mit Polyamid.
            3. Auch die Hosen von Radlern bestehen aus einem Mischgewebe aus Elastan und Nylon. Radfahrer schätzen dieses Gewebe, weil es dehnbar ist, eine hautenge Passform hat und den Schweiß, den Radfahrer nicht gerade wenig ausscheiden, ableitet, weswegen dieses Mischgewebe die früher verwendete Wolle ersetzt.
            4. Skianzüge waren früher oft mit einer Nylonschicht versehen, die wasserabweisend gewirkt hat. Sie waren recht schwer, wattiert, um vor Kälte zu schützen; in ihnen geriet man aber auch leichter ins Schwitzen als in den heutigen Skianzügen. Denn moderne Skianzüge werden aus sogenannten "intelligenten" Stoffen hergestellt: Im Fall von Skianzügen sind das Materialien, die sowohl luftdurchlässig als auch wetterfest sind, wie etwa Gore-Tex.
            5. Beim Orientierungslauf sind lange Hosen sehr vorteilhaft. Die Bekleidung sollte aus wasserdurchlässigem Material gefertigt sein, das schnell trocknet und auch in nassem Zustand getragen noch angenehm wirkt. Früher war die Bekleidung eines Orientierungsläufers meist so geschnitten, dass er sich bequem darin bewegen konnte, während heute auch hautenge Anzüge oder Hosen aus Lycra getragen werden.
            6. Fahrradtrikots waren bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aus Baumwolle gearbeitet. Mittlerweile werden sie fast nur noch aus speziellen Kunstfasern hergestellt, die den Schweiß nicht aufsaugen, sondern nach außen ableiten, damit der Körper des Radfahrers durch die sonst eintretende Verdunstung nicht ausgekühlt wird. Vertrauen Sie also dem Sportbekleidungsfachhandel, wenn Sie ein Fahrradtrikot kaufen möchten.
            7. Mit sogenannter Kühlbekleidung können Sie Ihre Körpertemperatur beim Sport absenken. Kühlbekleidung verringert die Schweißverdunstung. Die kühlende Wirkung wird erzielt durch Wasser, das verdunstet, durch eine Kühlung des Kleidungsstücks in einem Kühlschrank oder dank zirkulierender Luft. Kühlbekleidung gibt es als Weste, als Stirn-, Handgelenk- oder Nackenband, auch als Strümpfe oder Handtücher. Wissenschaftler haben sogar eine erhöhte Ausdauer von Sportlern nachweisen können, wenn sie mithilfe von Kühlwesten ein sogenanntes "Precooling" anstelle des herkömmlichen Aufwärmens bevorzugten.
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