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Hund verursacht Autounfall - richtiges Verhalten der Beteiligten

Leider werden viel zu viele Hunde von Autos angefahren, weil ihre Halter sie an der Strasse nicht an der Leine halten. Wie verhalten Sie sich richtig, wenn Ihr Hund in einen Unfall verwickelt ist oder Ihnen ein Hund vor das Auto läuft?

Schnell ist es passiert - ein Hund verursacht einen Unfall.
Schnell ist es passiert - ein Hund verursacht einen Unfall.

Ein Unfall verursacht einen Schock

  • Läuft ein Hund in ein Auto, sind nicht nur Sie geschockt, sondern auch der Hund. Daher ist es wichtig und oberstes Gebot, dass Sie die Ruhe bewahren. Wichtig ist zunächst, dass Sie die Unfallstelle sichern, weil die Sicherheit der Menschen immer Vorrang hat. Sind Menschen verletzt, rufen Sie unbedingt zunächst den Krankennwagen (112). Je nach Ausmaß des Unfalles sollten Sie auch die Polizei rufen (110). Sollte der Hund im Schock weggelaufen sein, teilen Sie das der Polizei mit, damit das panische Tier nicht noch weitere Unfälle verursachen kann. Auch wenn kein Besitzer in der Nähe ist, wird sich die Polizei um das weitere Vorgehen kümmern.
  • Nachdem Sie sich um die Menschen gekümmert haben, versorgen Sie den Hund. Dabei bitte Vorsicht walten lassen, denn Hunde im Schock und unter Schmerzen können beißen, auch wenn sie ansonsten ganz liebe Tiere sind. Davor ist auch der Besitzer nicht gefeit. Haben Sie keinen Maulkorb zur Hand, können Sie aus einem Stück Mullbinde (Verbandskasten!) eine Maulschlinge basteln. Einfach mit einem Knoten einen Ring bilden, diesen um das Maul fallen lassen und hinter den Ohren zusammenbinden - ähnlich wie ein Pferdehalfter. Dabei bitte darauf achten, dass die Atmung nicht behindert wird.

Schneller Transport in die nächste Tierklinik

  • Bei Autounfällen verletzen Hunde sich oft schwer. Gefürchtet sind innere Blutungen durch Organverletzungen (z. B. Milz oder Leber), aber auch Verletzungen der Wirbelsäule. Daher ist es wichtig, dass schnell Hilfe erfolgt. Können Sie den Hund nicht selbst in die nächste Tierklinik transportieren, gibt es eine zentrale Notrufnummer unter der Sie erfahren, ob es in der Nähe einen Transportdienst gibt (Tel. 07 00 - 9 52 952 95). In vielen Städten gibt es bereits Ambulanzen, die Tiere in die nächste Klinik fahren.
  • Bis Hilfe kommt oder vor dem Transport in Ihrem Pkw sollten Sie einige Dinge beachten. Bewegen Sie den Hund nicht mehr als nötig, damit Sie eventuelle Wirbelsäulenverletzungen nicht verschlimmern. Zum Transport größerer Hunde nehmen Sie am besten eine Decke, ziehen diese unter den Hund und können das Tier so mit einem Helfer zusammen schonend ins Auto legen. Decken Sie den Hund auf jeden Fall zu, da Tiere im Schock oft ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren können.
  • Stark blutende Wunden decken Sie am besten mit einem Druckverband ab. Dazu nehmen Sie eine nicht entrollte Mullbinde, legen diese auf die Wunde und wickeln fest einen Verband um das Provisorium. Viele Tierarztpraxen und auch Hundeschulen bieten Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter an. Dort lernen Sie, wie Sie zum Beispiel Wunden verbinden. Dieser Kurs ist auf jeden Fall sinnvoll, damit Sie für den Notfall gerüstet sind.
  • Auf dem Transport sollte eine vertraute Person beim Hund sein,um ihn zu beruhigen. Umso ruhiger das Tier bleibt, desto besser sind seine Überlebenschancen. Selbstverständlich sollte es für jeden Hundehalter sein, eine Hunde-Haftpflichtversicherung zu haben - Hunde sind übrigens nicht über die Privathaftpflicht versichert. Auch kleine oder ältere Tiere können Unfälle verursachen, wenn sie über die Straße laufen, weil sie eine Katze oder ihren Hundekumpel auf der anderen Seite sehen. Die Kosten, die dabei entstehen können - neben dem Ärger und dem Kummer der Unfallbeteiligten - können im unglücklichsten Fall sechs - bis siebenstellige Summen erreichen. Auch die Leine sollte an der Straße Pflichtprogramm sein, damit erst gar nichts passiert.
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