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Hochschule wechseln - so gehen Sie vor

Hochschulen haben eine unterschiedliche Reputation. Das Studium an bestimmten Hochschulen gilt unter Personalchefs als Auswahlkriterium. Wenn Sie die Hochschule wechseln möchten, sollten Sie sich keinesfalls emotional leiten lassen, sondern strategisch vorgehen. Eine Fehlentscheidung kann Ihr Studienende bedeuten.

Zielgerichtetes Studieren führt zum Erfolg.
Zielgerichtetes Studieren führt zum Erfolg.
  • Informieren Sie sich frühzeitig, welche Hochschule für Sie in Betracht kommt. Ein Wechsel ist grundsätzlich nur zum Semesteranfang möglich, meist auch nur zum Wintersemester.
  • Klären Sie ab, inwieweit Ihre bisherigen Studienleistungen an der neuen Hochschule anerkannt werden. Wenn Sie bisher in einem Diplomstudiengang studiert haben, bedenken Sie, dass Ihr Studiengang an der neuen Hochschule vielleicht nur noch als Bachelor-Studiengang angeboten wird.
  • Informieren Sie sich, dass Sie im Falle eines Bachelor-Studiengangs auch einen Masterabschluss machen können und nicht doch wieder an Ihre frühere Hochschule zurückkehren müssen.

Nicht jede Hochschule hält, was sie verspricht

  • Wenn Sie die Hochschule aus Gründen der Studienqualität wechseln, müssen Sie sich sicher sein, dass der Wechsel fachliche Vorteile bringt. Bedenken Sie, dass jeder Wechsel mit einer Eingewöhnungsphase verbunden ist, die immer zu Lasten der Studienqualität geht. Dort, wo Sie sich eingelebt haben, studiert es sich effektiver.
  • In der Regel werden Sie auch umziehen müssen. Jeder Umzug ist mit Aufwand und Kosten verbunden. Informieren Sie sich vorab über das Wohnungsangebot und die Mietpreisverhältnisse.
  • Überlegen Sie, ob Sie sich die eventuell anfallenden Studiengebühren an der neuen Hochschule leisten wollen oder leisten können.
  • Allein der Name eines fachlich anerkannten Hochschullehrers sollte nicht entscheidend sein, wenn Sie nicht unmittelbar persönliche Vorteile durch den Kontakt mit dem Lehrer ziehen können. Auch dort wird nur mit Wasser gekocht.
  • Wenn Sie Ihre bisherige Hochschule verlassen, sollte der Übergang in die neue Hochschule möglichst komplikationslos vonstattengehen. Wenn Sie noch zusätzliche Leistungen erbringen müssen, klären Sie ab, inwieweit Ihnen dies faktisch überhaupt möglich ist.
  • Wichtig ist, dass Sie nicht mit Wissenslücken starten. Wenn Sie Lücken erst noch aufholen müssen, geraten Sie schnell in Verzug mit dem neuen Semesterstoff.
  • Nutzen Sie alle Informationsquellen über die neue Hochschule. Fragen Sie den ASTA oder das Studentenbüro der Hochschule über die Studienmodalitäten.
  • Suchen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten mit der Hochschule und dem Studiengang.

Erst alle Umstände klären, dann wechseln

  • Klären Sie ab, ob Zulassungsbeschränkungen bestehen. Solange Sie nicht sicher sein können, in die neue Hochschule wechseln zu können, sollten Sie sich in Ihrer bisherigen Hochschule wieder einschreiben. Exmatrikulieren können Sie sich leicht. Erst wenn Sie den neuen Studienplatz sicher haben, können Sie die Zelte in der alten Schule abbrechen.
  • Beziehen Sie BAföG, stellen Sie sicher, dass die Leistungen übergangslos fortgezahlt werden.
  • Wenn Sie sich für eine Hochschule entschieden haben oder die Auswahl unter mehreren Alternativen treffen müssen, fahren Sie zu den Unis hin und schauen Sie sich die Örtlichkeiten und die Studiengegebenheiten an. Der persönliche Eindruck führt oft dazu, dass Sie eine vielleicht verträumte Vorstellung korrigieren müssen. Sprechen Sie mit Studenten vor Ort und befragen Sie diese nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen.
  • Grundsätzlich dürfte es regelmäßig besser sein, ein Studium an einer einzigen Hochschule unter Einsatz aller Kräfte zeitnah abzuschließen und sich nebenbei oder danach zusätzlich zu qualifizieren. Diese Vorgehensweise ist oft intensiver und führt schneller zum Studienerfolg, als wenn Sie einen zweiten oder dritten Anlauf an einer anderen Hochschule absolvieren müssen. Auch dieser Ansatz ist ein wichtiges Auswahlkriterium in den Personalentscheidungen der Unternehmen.
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