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Heizkosten bei einer Gasetagenheizung - kurz skizziert

Eine Gasetagenheizung bietet gegenüber einer Zentralheizung einige Vorteile. Den Vorteilen stehen aber die Anschaffungskosten gegenüber, die zusammen mit den Heizkosten den Aufwand bestimmen.

Heizkosten bei Gasetagenheizungen sind verbrauchsabhängig.
Heizkosten bei Gasetagenheizungen sind verbrauchsabhängig.

Eine Gasetagenheizung kann eine reine Gastherme sein, wenn sie nur die Wohnung beheizt oder eine Kombitherme, wenn sie auch das Brauchwasser erhitzt. Sie wird mit Brennwerttechnik oder Niedertemperaturtechnik angeboten.

Eine Gasetagenheizung ist eine individuelle Einrichtung

  • Für den Mieter, aber auch für den Vermieter einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus, bietet die Gasetagenheizung den Vorteil, dass sich die Heizkosten ausschließlich nach dem Verbrauch des Mieters in dieser Wohnung richten.
  • Meist ist es in einer Wohnanlage so, dass die Heizwärme zentral erzeugt und in die einzelnen Wohnungen weitergeleitet wird. Der Vermieter ist nach der Heizkostenverordnung verpflichtet, die Heizkosten mindestens zu 50 % nach dem Verbrauch abzurechnen. Den Rest kann er nach einem individuellen Verteilerschlüssel berechnen, der auf die Wohnfläche oder die Personenzahl in der Mieterwohnung abstellt. Dies kann in Einzelfällen zu Ungerechtigkeiten führen und einzelne Mieter im Vergleich zu anderen Mietern mehr oder weniger belasten.
  • Bei einer Gasetagenheizung kann die Abrechnung auf der Basis eines Verteilerschlüssels jedoch entfallen. Maßgeblich ist allein der Verbrauch des Mieters.
  • Die Gasetagenheizung lässt sich dort installieren, wo die Gasleitung in die Wohnung geleitet wird, beispielsweise im Bad, im Abstellraum, aber auch auf dem Dachboden oder im Keller.
  • Vor allem ist sie auch unabhängig von einem Kamin, da ein kurzes Abgasrohr durch die Außenwand oder durch das Dach ausreicht.

Neben den Heizkosten fällt der Anschaffungsaufwand an

  • Auch in Anbetracht dieser Vorteile ist zu berücksichtigen, dass eine Gasetagenheizung natürlich in der Anschaffung, im Betrieb und der Wartung im Vergleich zu einer Zentralheizung teurer sein dürfte, vor allem dann, wenn der Mieter selbst die Kosten dafür trägt.
  • Die Anschaffungskosten für eine Brennwertherme sind mit etwa 1800 € zu kalkulieren, die einer Brennwert-Kombitherme mit Warmwasserspeicher mit etwa 2200 €.
  • Die Installationskosten schlagen mit etwa 1000-1500 € zu Buche.
  • Sofern in Ihrer Wohnung noch kein Gasanschluss vorhanden ist, ist in Abhängigkeit von den baulichen Gegebenheiten mit einem einmaligen Kostenaufwand von ca. 2000 € zu rechnen.
  • Ansonsten trägt der Mieter oder der jeweilige Wohnungseigentümer, der die Wohnung selbst bewohnt, natürlich die laufenden Kosten, die er im Regelfall direkt mit dem Energielieferanten abrechnet. Bei einer 80 m² Wohnung mit einem Wärmebedarf von rund 100 kW/m²/Jahr fallen ca. 600 € an (Stand Gaspreise Mitte 2012). Im Übrigen richten sich die Heizkosten nach Ihren individuellen Bedürfnissen.
  • Lassen Sie sich im Bedarfsfall kompetent beraten und vergleichen Sie den Kostenaufwand mit der bestehenden Situation.
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