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Gleichstellungsantrag - die Begründung schreiben Sie so

Wer eine Behinderung hat, wird wissen, dass er einen Gleichstellungsantrag stellen kann. So werden Sie mit schwerbehinderten Menschen gleich behandelt. Hier kommt es jedoch entscheidend auf die Begründung an. Erfahren Sie mehr zu dem Thema.

Die Begründung des Gleichstellungsantrags ist ausschlaggebend.
Die Begründung des Gleichstellungsantrags ist ausschlaggebend.

So gelingt die Begründung für den Gleichstellungsantrag

  • Zuerst benötigen Sie für Ihren Gleichstellungsantrag ein Gleichstellungsformular. Wenden Sie sich hierzu an die Arbeitsagentur.
  • Sie können mit erfolgreichem Gleichstellungsantrag erreichen, dass Sie, wenn Sie einen Behinderungsgrad von 30 bis 40 vorweisen, mit Schwerbehinderten, die einen Grad von mehr als 50 vorweisen, gleichgestellt werden.  
  • Das Formular muss unbedingt folgende Auskünfte enthalten: Vorname und Name, Anschrift, Anschrift Ihres Arbeitgebers, Auskünfte über Ihren Arbeitsplatz und Ihre Arbeitswochenstunden. Sie müssen mehr als 18 Stunden wöchentlich arbeiten, um eine Gleichstellung zu erreichen.
  • Nun formulieren Sie die Begründung für den Gleichstellungsantrag. Sie sollten dies keinesfalls mit dem Kündigungsschutz begründen, wenn auch nicht behinderte Arbeitnehmer in Ihrem Unternehmen gekündigt werden. In diesem Falle ist Ihre Antragsbegründung nicht haltbar.
  • Führen Sie in der Begründung stets mehrere Gründe auf. Sie sollten lediglich Gründe nennen, die sich auf Sie selbst beziehen. Ein nennenswerter Grund ist zum Beispiel, dass Ihr Arbeitsplatz gut ausgestattet ist, Sie Ihre Arbeit aber nicht in der gleichen Qualität leisten können wie ein Nichtbehinderter. Stattdessen sind Ihre Arbeitsresultate vergleichbar mit denen eines Schwerbehinderten.
  • Machen Sie dann Angaben zu Ihrer beruflichen Entwicklung und zu Ihrer Krankheitsentwicklung. Fügen Sie Ihrem Antrag hierzu alle erforderliche Belege bei.
  • Unterzeichnen Sie nun das Formular und reichen es bei der Arbeitsagentur ein.

Wissenswertes über den Gleichstellungsantrag

  • Ist die Begründung des Gleichstellungsantrags nachvollziehbar, so führt dies zu einer Gleichstellung behinderter Menschen mit schwerbehinderten Menschen. Sie müssen in der Begründung auf Ihre Arbeitsqualität eingehen.
  • Die Vorteile liegen auf der Hand. Ist Ihr Gleichstellungsantrag erfolgreich, so gilt für Sie ein erweiterter Kündigungsschutz, der auch für Schwerbehinderte ausschlaggebend ist. Sie können darüber hinaus eine bessere Arbeitsplatzausstattung und eine Betreuung durch Fachleute bekommen.
  • Sind Sie in einer Situation, in der Sie mit einer Kündigung rechnen, sollten Sie unbedingt einen Antrag auf Gleichstellung stellen. Verlieren Sie dann keine wertvolle Zeit, die Gleichstellung wird nur rechtzeitig wirksam, wenn sie drei Wochen vor erfolgter Kündigung beantragt wurde.
  • Sie sollten sich reiflich überlegen, ob Sie einen Gleichstellungsantrag stellen. Der erweiterte Kündigungsschutz kann dazu führen, dass neue Arbeitgeber sich scheut, Sie einzustellen, wenn Sie gleichgestellt sind.
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