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Für Sportflugzeug den Führerschein machen - das sollten Sie beachten

Sie träumen, fliegen zu lernen? Dann machen Sie den Führerschein für ein Sportflugzeug. Lesen Sie, was Sie an Theorie und Praxis erwartet, weche persönlichen Anforderungen an Sie gestellt werden und wie tief Sie in den Geldbeutel greifen müssen.

Im Verein fliegen lernen und fliegen.
Im Verein fliegen lernen und fliegen. © Thomas Blenkers / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Fliegertauglichkeitszeugnis
  • Funksprechzeugnis
  • Flugtheorie
  • Flugstunden

Fliegen lernen ist der Traum vieler. Höhenangst ist kein Hindernis, Sie fliegen ja geradeaus und haben von der Höhe einen völlig anderen Eindruck, als wenn Sie am Rande eines Abgrundes stehen. Machen Sie den Pilotenschein, den Führerschein der Lüfte.

Anforderungen, wenn Sie ein Sportflugzeug fliegen wollen

  • Melden Sie sich in einer Flugschule oder in einem Flugsportverein als Mitglied an. Gehen Sie davon aus, dass Sie einige Zeit investieren müssen. Erwarten Sie nicht, heute anzufangen und binnen weniger Tage oder Wochen fliegen zu können. Sie brauchen eine gewisse Eingewöhnungszeit, um sich an die Bewegung im dreidimensionalen Raum zu gewöhnen. Da fliegen aber ungeheuer interessant ist, vergeht die Zeit wie im Fluge. 
  • Ihr Mindestalter muss 16 Jahre betragen. Mit 17 Jahren erhalten Sie frühestens Ihren Luftfahrer-Führerschein für ein Sportflugzeug.
  • Sie dürfen ein Flugzeug führen, wenn Sie ein amtlich bestellter Fliegerarzt für tauglich befunden hat. Eine Brille ist kein Hindernis. Alkohol- oder Drogensucht sind tabu. Das ärztliche Tauglichkeitszeugnis ist regelmäßig zu erneuern.
  • Auch dürfen Sie nicht wegen eines Verkehrsdelikts vorbestraft sein.
  • Sie fliegen anfangs mit einem Fluglehrer, der im Sportflugzeug neben Ihnen sitzt. Je nach Ihren Fertigkeiten benötigen Sie etwa 50 Starts und mindestens 45 Flugstunden. Hat der Fluglehrer den Eindruck, Sie finden sich allein zurecht, starten Sie zu Ihrem ersten Alleinflug.

Führerschein setzt Theorie und Praxis voraus

  • Parallel dazu besuchen Sie die theoretische Ausbildung im Verein. Sie lernen Technik, Aerodynamik, Meteorologie, Navigation, Verhalten in besonderen Fällen, menschliches Leistungsvermögen. Ferner erwerben Sie ein amtliches Sprechfunkzeugnis, das Sie befähigt, mit den Flugverkehrsbehörden während des Fluges zu kommunizieren.
  • Zu Ihrer Ausbildung gehören Überlandflüge mit Landungen und Starts auf fremden Flugplätzen. Auch hier fliegen Sie anfangs mit Lehrer, später allein.
  • Verfügen Sie nach dem Erwerb des Luftfahrer-Führerscheins über eine ausreichende Zahl von Flugstunden dürfen Sie auch Passagiere in Ihrem Sportflugzeug mitnehmen.

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

  • Ihre Flugberechtigung ist immer befristet. Zum Erhalt müssen Sie jedes Jahr eine bestimmte Anzahl an Flugstunden und Streckenflüge nachweisen.
  • Fliegen Sie in einem Sportverein, zahlen Sie neben dem monatlichen Mitgliederbeitrag für den Flug je Flugminute einen Kostenbeitrag. Für ein gewöhnliches Sportflugzeug müssen Sie in Abhängigkeit von den Spritpreisen mit ci. 2,50 € je Flugminute rechnen. Außerhalb eines Vereins müssen Sie ein Flugzeug von einem gewerblichen Anbieter chartern.
  • Rechnen Sie für den Erwerb des Luftfahrer-Führerscheins mit Kosten von mindestens 5.000 € und je nach Ihren Fähigkeiten und Ihrem Ausbildungsbedarf bis zu 10.000 €.
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