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Fuchs als Haustier? - So verhalten Sie sich bei Fundtieren richtig

Junge Füchse sehen aus wie kleine Hundewelpen. Deswegen wird der junge Fuchs oft mit einem kleinen Hund verwechselt und mitgenommen. Der Fuchs ist allerdings kein Haustier, sondern ein Wildtier, das wirklich nur in einer Notsituation von Ihnen mitgenommen werden sollte.

Der Fuchs ist ein Wildtier.
Der Fuchs ist ein Wildtier.

Was Sie benötigen:

  • Aufzuchtmilch
  • Haferflocken
  • Hundefutter
  • Wurmkur
  • Parasitenmittel
  • evtl. Tierarzt

Bevor Sie einen jungen Fuchs mitnehmen, vergewissern Sie sich erst, ob das Tier wirklich alleine und ohne Hilfe ist.

Der Fuchs ist kein Haustier

  • Der Fuchs ist ein Wildtier, das im Wald lebt. Wenn Sie also einen kleinen und hilflosen Fuchs finden, dann sollten Sie das Tier nur mitnehmen, weil Sie ihm helfen wollen und nicht, weil Sie den Fuchs als Haustier haben möchten.
  • Wenn Sie den jungen Fuchs jedoch zu Hause pflegen und aufpäppeln müssen, dann sollen Sie das Tier während dieser Zeit ebenso gut behandeln, wie ein Haustier. Der Fuchs benötigt gutes Futter, einen Schlafplatz und natürlich, wie alle anderen Tierbabys auch, etwas zum Spielen.
  • Wenn das Tier wieder gesund ist, und groß und stark genug ist, dann sollten Sie den Fuchs auswildern, und wieder in seinen natürlichen Lebensraum zurücklassen. Denn nur dort kann der Fuchs ein artgerechtes Leben führen. 

So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie einen Fuchs finden

  • Wenn Sie einen Fuchs sehen, der alleine zu sein scheint, dann warten Sie zuerst ab, ob das Tier auch wirklich ganz alleine ist. Vielleicht ist die Mutter gerade bei den anderen Füchsen im Bau, und das Tier benötigt Ihre Hilfe gar nicht.
  • Füchse finden ein reiches Nahrungsangebot in ihrem Umfeld. Oft nähern sie sich aber …

  • Bleiben Sie in sicherer Entfernung stehen, und beobachten Sie gut, ob der Fuchs alleine dort bleibt. Haben Sie nach mindestens einer oder zwei Stunden das Muttertier nicht sehen können, dann braucht der kleine Fuchs vielleicht wirklich Ihre Hilfe.
  • Packen Sie das Tier dann am besten nicht direkt mit den Händen an, sondern legen Sie Ihre Jacke oder den Pullover darum und nehmen Sie den Fuchs dann mit nach Hause. Dort sollten Sie das Tier am besten zuerst in das Badezimmer tun, und ihm ausreichend Zeit zur Beruhigung geben.

So versorgen Sie den Findling

  • Ist der Fuchs noch sehr klein, versorgen Sie ihn wie ein Haustier. Sie können dem Tier Welpenaufzuchtmilch geben und versorgen es so mit allen wichtigen Stoffen.
  • Ist der Fuchs etwas älter, dann geben Sie ihm normales Dosenfutter für Hunde und mischen Sie ein paar Haferflocken darunter.
  • Später darf das Tier auch Äpfel und anderes Obst, sowie Gemüse zu fressen bekommen. Denn in der freien Wildbahn ist der Fuchs ein Allesfresser.
  • Entwurmen können Sie den Fuchs mit einer Wurmpaste für Hundewelpen, die Sie dem Tier einfach unter das Futter mischen.
  • Um Parasiten und Schädlinge zu vertreiben, sollten Sie dem Tier ein flüssiges Spot On für Hunde oder andere Haustiere wie Katzen auftragen.

Der Wilderei machen Sie sich übrigens nicht strafbar, wenn Sie einen verlassenen und hilfebedürftigen Fuchs mitnehmen, denn Sie möchten sich das Tier nicht aneignen, sondern ihm helfen, was das Tierschutzgesetz sogar wünscht.

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