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Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1929

Die Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 traf die meisten Länder sehr hart und veränderte die Welt. In Deutschland und anderen Ländern hatte die Weltwirtschaftskrise viele negative und auch langfristige Folgen.

Der Börsencrash verursachte die Weltwirtschaftskrise.
Der Börsencrash verursachte die Weltwirtschaftskrise.

Der Auslöser der Weltwirtschaftskrise von 1929

In den 1920er-Jahren boomte die Wirtschaft und die meisten Aktienkurse befanden sich auf einem sehr hohen Niveau. Viele Menschen besorgten sich Geld und kauften Aktien. Zwischen den Aktienkursen und der Entwicklung der Wirtschaft entstand immer mehr Diskrepanz. Dies bedeutete, dass aufgrund der großen Nachfrage die Aktienkurse immer weiter stiegen, ungeachtet davon, dass die Wirtschaft immer schlechter wurde. Dadurch kam es dann am 24. Oktober 1929 zum großen Börsencrash (auch Schwarzer Donnerstag genannt). Auf einen Schlag gingen die Kurse um 10 Prozent zurück. Bis 1932 verloren die Aktien aller Branchen bis zu 90 Prozent an Wert. Die direkten Folgen spürten vor allem die Banken, denn die meisten hatten sich massiv an der Börse verspekuliert. Auch andere Anleger verschuldeten sich hoch und verkauften ihre Aktien mit großen Verlusten. Die Weltwirtschaftskrise traf die meisten Länder und veränderte das Leben der Menschen gewaltig.

Folgen für Deutschland und andere Länder

  • Zahlreiche Firmenzusammenbrüche und Bankenschließungen stürzten das Land mit unangenehmen Folgen in die Massenarbeitslosigkeit. Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland fiel zwischen September 1929 und Anfang 1933 von 1,3 auf mehr als 6 Millionen Menschen. 
  • Während das Realeinkommen um ein Drittel fiel, stiegen Kriminalität und Armut in hohem Maße. Die meisten Menschen hatten keine Hoffnung mehr und gaben auf. Der Alltag war geprägt von Verelendung. Diese Folgen trafen nicht nur auf Deutschland zu, sondern auf alle betroffenen Länder.
  • Durch die hohe Arbeitslosigkeit ging die Kaufkraft stark zurück und dadurch sanken natürlich auch die Steuereinnahmen.
  • Die Gehälter von Beamten, die Renten und auch die Sozialleistungen wurden massiv gesenkt. Viele deutsche Banken hatten Zahlungsschwierigkeiten und zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen mussten Insolvenz anmelden. Dieser Abwärtstrend vollzog sich in allen betroffenen Ländern. Neben Deutschland waren auch die USA besonders schwer getroffen.
  • Der Imperialismus ist eine heute höchst umstrittene Form von Siedlungspolitik. Während …

  • Politisch erfolgte eine Radikalisierung und die linken und rechten Parteien wurden immer stärker. Auch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) bekam immer mehr Zulauf.
  • Erst 1936 konnte Deutschland die meisten Folgen der Weltwirtschaftskrise überwinden und war eines der ersten Länder, in dem wieder Vollbeschäftigung herrschte. Die Währung stabilisierte sich wieder und auch die Steuern wurden wieder gesenkt. Dies lag natürlich auch am Aufstieg der Nationalsozialisten und den Vorbereitungen für den kommenden Krieg.
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