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Anja Passior | 26.10.2010, 11:13
Im Ansatz ist die "Anleitung" mit ihrem Aufruf zu Toleranz ja ganz gut gemeint, nur bitte ich folgendes zu beachten:
-Alle heimischen Fledermäuse stehen auf der Roten Liste der vom aussterben bedrohten Arten und geniessen damit besonderen Schutz.
Zitat § 42 BNatSchG:
Vorschriften für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten
Es ist verboten:
1. wildlebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-; Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. (...)
3. wildlebenden Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten an ihren Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. (...)
ES IST VERBOTEN, Fledermäuse in ihren Quartieren zu stören. Es ist verboten, Quartiere zu sterstören und es ist sehr fragwürdig, "Anleitungen" dazu zu veröffentlichen.
-Wenn es sich um ein Quartier mit mehreren Fledermäusen handelt, ist es wahrscheinlich, dass es ein Wochenstube ist. Wird dieses nach Ausflug der Tiere verschlossen, so hat man die flugunfähigen Jungtiere eingesperrt- na herzlichen Glückwunsch.
WENDEN SIE SICH AN IHREN ÖRTLICHEN NATURSCHUTZVEREIN und fragen Sie dort einen FLEDERMAUSREGIONALBETREUER um Rat, falls es Probleme mit oder Fragen zu Fledermäusen gibt !
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Lisa | 01.11.2010, 14:09
Hallo,
ich finde die Anleitung gut und den Tipp eher ein wenig überzogen. In der Anleitung steht zum Beispiel ganz deutlich, dass gewartet werden soll, bis alle (!) Fledermäuse das Nest verlassen haben. Alle schließt auch nicht flugfähige Jungtiere ein.
Des Weiteren wird auch auf das Naturschutzgesetz eingegangen und auf das Tötungs und Velretzungsverbot von Fledermäusen. Ich finde Anleitung und Tipp überschneiden sich.
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C.T. | 18.03.2011, 06:04
Also mir gefällt die Anleitung zwar schon ganz gut, aber wirklich los wird man diese Viecher nicht. Ich lebe zum Glück in Südostasien und hier stehen diese Quälgeister nicht unter Naturschutz. Jeder, der schon mal einen Schwarm von 250 dieser Exemplare über sich im Dachstuhl hatte, wird mir beipflichten, dass man hier noch radikal vorgehen kann.
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Anja Passior | 23.05.2011, 08:31
Nur eine kleine Anmerkung zu den Viechern: In Deutschland fressen Fledermäuse nachtaktive Insekten. Dabei kann eine Fledermaus pro Nacht fast die Hälfte ihres Körpergewichtes z.B. an Mücken vertilgen. Für mich sind Mücken eher Quälgeister als Fledermäuse. Und gerade in Ländern, in denen durch Mücken Krankheiten übertragen werden, sollte man um jede Fledermaus froh sein.
In den USA sterben aktuell Millionen Fledermäuse an einem Pilzbefall im Winterquartier. Die Bauern rechnen damit, massiv mehr Pestizide einsetzen zu müssen.
In den Tropen forsten Fledermäuse den Regenwald deutlich effektiver auf, als der Mensch das jemals könnte.
Fledermauskot ist von fast jedem von uns schon mal eingesetzt worden. Dünger mit Guano enthält nichts anderes als Fledermausköttel.
Mehr als 70% aller Menschen in Deutschland, die mit Fledermäusen "unter einem Dach" wohnen, wissen und bemerken nichts von ihren Untermietern, die ja tagsüber schlafen- und dem Kommentar von C.T. nach zu urteilen ist das in einigen Fällen auch gut so... Oft sind es Nachbarn, die bemerken, dass abends am Giebel etwas herausfliegt.
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Anja Passior | 23.05.2011, 08:44
Bezüglich der Umsiedelung würde ich gern erfahren, wie das funktionieren soll.
Mir ist keine Möglichkeit bekannt, wie man eine Wochenstube von Fledermäusen umsiedeln kann.
Inzteressant dazu vielleicht "Vom Plattenbau zum Fledermausturm"
www.fledermausschutz.ch/DOWNLOAD/FMAZ/FMAZ_84.pdf
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ueli wittwer | 12.04.2012, 15:55
ich lebe in brasilien in der pantanalgegend. fledemäuse können tatsächlich zur plage werden. in meinem haus wo ich auch gäste zimmer habe leben im dachstock sehr viele (sicher einiges über 100) fledermäuse (früchte-vampir) der kot wird hier echt zum probelm. sie fliegen in der dämmerung durch alle ritzen. der gefliesste boden ist trotz dichter decke jeden tag mit deren kot übersät auch auf den möbeln (unter andern im bett) liegt feldermauskot. ( und nicht wenig) ich habe wirklich schon alles versucht (ohne die interessanten tiere zu töten) ohne erfolg. das ganze dach abgedeckt, gitter, licht ......aber immer wieder kommen sie zurück. übrigens ihr echolog ist nicht so gut wie immer beschrieben......auch wenn sie nicht gärende früchte fressen und "besoffen" sind fliegen sie oft in dinge rein und finden den ausgang nicht.....sogar wenn man den raum wo sie gerade sind stark beleuchtet haben sie probleme den offenen ausgang ins dunkle zu finden.
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Mona | 14.04.2012, 21:53
Hallo!
ich hab sie zu duzenden im Dachboden wohnen und würde sie auch gerne lassen, aber sie verdrecken alles und es wird immer mehr, ich weiß mir keinen Rat, was ich tun könnte, denn irgendwann wird der Dachboden ausgsbaut werden und was ist dann mit ihnen, er ist als Wohnung vorgesehen. Alle Leitungen u.ä. sind gelegt, ihnen macht auch die Voltaikanlage nichts aus, wie gesagt, es werden immer mehr. Ich habe aber bemerkt, das sie so ab April Mai zurückkommen und so Ende August September wegfliegen. Habe auch schon eine tote FM gefunden.
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Roman | 12.05.2012, 16:53
Hallo wir haben Fm zwischen Mauer und Holzverkleidung über der Terasse und dem Schlsfzimmerfenster
1. Leider können wir die Terasse nicht verwenden da alles angekackt wird auch das essen beim Frühstücken.
2. Was schlimmer ist sind die Lederzecken die bis in das Bett kriechen auch in das Kinderzimmer.
Bei aller Tierliebe sollen wir ausziehen damit die Fm ihre ruhe haben? Oder wie kannich sie vertreiben damit Fm und meine Familie gemeinsam zufrieden leben können. Danke im vorhinnein.