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Estrich-Beton verlegen - so macht es der Fachmann

Seit Jahren gehört Beton-Estrich, schwimmend oder im Verbund verlegt, beim Um- und Ausbau zu den Tätigkeiten, die ein Heimwerker selbst erledigen kann. Mittlerweile werden betonartige Böden nicht unter Parkett oder Fliesen versteckt. Nach dem Verlegen in Wohnbereichen wird der Steinboden poliert und versiegelt, womit ein echt trendiger Fußboden entsteht.

Beton-Estrich wird später als Bodenausgleich auf der Fundamentplatte verlegt.
Beton-Estrich wird später als Bodenausgleich auf der Fundamentplatte verlegt.

Was Sie benötigen:

  • Zement
  • kalk- und kaolinfreier Sand
  • Wasser
  • evtl. alkalibeständige Glasfasern
  • evtl. Betonmischer / Estrichpumpe

Möchten Sie selbst Beton-Estrich verlegen, müssen Sie kein Profi sein. Einige Hinweise müssen Sie bei der Herstellung und Austrocknung beachten.

Beton-Estrich einbaufertig vorgemischt verlegen

Beton-Estrich können Sie im Betonmischer selbst herstellen. Komfortabel erledigt das eine Estrichpumpe. Die Betonmischung wird einbaufertig vorgemischt und an den Einbauort gepumpt. Eine Anlieferung vom Transportbetonwerk ist gleichfalls möglich.

  • Für den perfekten Zementestrich benötigen Sie Zement (Typ C 20/25), kalk- und kaolinfreien Sand, sauberes Wasser und ein Fließmittel. Sie erhalten trockene Sackware komplett. Nur noch Wasser zugeben, mischen und schon können Sie mit dem Verlegen beginnen.
  • Die gewünschte Festigkeitsklasse bestimmt den Zementgehalt. Je Kubikmeter Beton werden zwischen 330 und 450 Kilogramm Zement verbraucht. Im Außenbereich kann man Luftporenbildner zusetzen, weil sich dadurch die Frostbeständigkeit verbessert.
  • Die Zugabe von Fließmittel beziehungsweise Zusatzstoffen ermöglicht eine Wasserreduzierung. Dadurch reduziert sich die Austrocknungszeit des Estrichs. Gleichzeitig erhöhen sich die Druck- und Biegezugfestigkeiten. 
  • Spannungen, die beim Austrocknen und Schwinden auftreten, lassen sich durch das Beimischen alkalibeständiger Glasfasern reduzieren. Ein Vorteil ist auch die Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften des Estrichs.

Material vor zu schneller Austrocknung schützen

  • Während des Verlegens und für die Dauer des Trocknens spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Beim Verlegen sollte eine Einbau- und Baukörpertemperatur nicht unter 5 und nicht über 15 Grad Celsius liegen. 
  • Drei Tage lang gewährleisten Sie Temperaturen oberhalb von 5 Grad. Bei zu hohen Temperaturen müssen Sie einen Schutz vor Austrocknung vornehmen.
  • Möchten Sie ein perfektes Ergebnis erzielen, schützen Sie Ihren frischen Estrich mindestens eine Woche vor Wärme, Zugluft und Schlagregen. Türen und Fenster halten Sie besser geschlossen.
  • Während der gesamten Austrocknungsphase darf der Boden keiner punktuellen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein, weil das eine ungleichmäßige Austrocknung und Verformungen zur Folge hätte.
  • Für ein richtiges Austrocknen auf längere Sicht sind gleichbleibende 20 Grad Trocknungstemperatur und höchstens 65 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ideal.

Übrigens geht der Fachmann davon aus, dass ein Zentimeter Beton-Estrich eine Woche Trockenzeit benötigt. Bei sechs Zentimetern dauert das unter idealen Umständen sechs Wochen.

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