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Enzyme im Alltag - 3 Beispiele

Enzyme steuern biochemische Reaktionen. Die Stoffe, die früher Fermente genannt wurden, sind im Alltag allgegenwärtig, sodass Sie im Prinzip fast täglich mit ihnen konfrontiert werden, wie diese Beispiele zeigen.

1. Enzyme lösen Alltagsverschmutzungen

Wasch- und Geschirrspülmittel sind wunderbare Beispiele dafür, warum der Einsatz von Enzymen den Alltag im Haushalt erleichtert, denn Textilien und Geschirr werden mit modernen Wasch- und Reinigungsmitteln nur deshalb so gut sauber, weil sie Stoffe enthalten, die biochemische Reaktionen auslösen. Sicherlich haben Sie bereits von Amylase, Lipase und Protease gehört; diese Enzyme spalten Stärke, Fett und Eiweiße - die Hauptauslöser der gängigsten Verschmutzungen.

2. Beispiele für Enzyme in der Textil- und Lederindustrie

Mit Sicherheit kennen Sie Jeans im stonewashed Look. In früheren Zeiten war deren Name Programm, denn der Abrieb des durchaus widerstandsfähigen Textils wurde tatsächlich durch Waschen unter Zugabe von rauen Steinen erzeugt; heute hingegen übernehmen Enzyme diese Funktion. Ähnliches gilt, wenn Naturleder alltagstauglich und flexibel werden soll, denn zum Entfernen der Tierhaare und als Weichmacher dienen ebenfalls Stoffe, die biochemische Reaktionen auslösen.

3. Käseherstellung - ohne Enzyme undenkbar

Besonders viele Beispiele für die Verwendung von Enzymen finden Sie in der Nahrungsmittelindustrie. Dabei handelt es sich keinesfalls um besondere Lebensmittel, sondern vielmehr um Speisen, die tagtäglich auf den Tisch kommen. Eines der gängigsten ist Käse, für dessen Herstellung die Milchgerinnung die Basis ist. In früheren Zeiten verwendete man dafür Lab aus Kälbermägen, heute ist der weltweite Käsebedarf nur dadurch zu decken, indem das Enzym Chymosin künstlich gewonnen wird.

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