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Einen roten Kopf bekommen - so gehen Sie selbstbewusst damit um

Kennen Sie das auch: Sie müssen vor vielen Menschen reden oder eine Situation ist Ihnen unangenehm oder aber Sie erhalten ein Kompliment - und dann spüren Sie regelrecht, wie Sie einen roten Kopf bekommen?! Ist Ihnen das peinlich? Lernen Sie, damit ganz selbstbewusst umzugehen.

Rot steht Ihnen gut!
Rot steht Ihnen gut!

Einen roten Kopf bekommen - na und?

Sie bekommen ständig einen roten Kopf, ob es nun beim Vortraghalten oder in einem Zweiergespräch passiert. Ihnen ist es peinlich, wenn Sie rot anlaufen?

  • Muss es doch gar nicht! Andere Menschen werden rot vor Wut. Sie können direkt zuschauen, wie sich der Kopf vom Hals bis zur Stirn rot verfärbt. Auch wenn diese besagten Personen ihre Wut nicht herauslassen, sieht man es Ihnen doch an.
  • Sie dagegen werden rot, wenn Ihnen eine Person ein ehrliches Kompliment macht oder Sie meinen, Sie müssten sich schämen oder Ähnliches.
  • Aber warum ist es Ihnen peinlich? Der rote Kopf ist nicht ansteckend und er tut weder Ihnen noch den Mitmenschen weh. Lediglich erkennt das Umfeld, dass Sie ein Gewissen haben und Ihnen die Situation wichtig ist bzw. Sie es wichtig nehmen.
  • Sie erfreuen sich am Lob und nehmen auch Kritik an! Das ist doch wichtig und wertvoll. Wovor schämen Sie sich dann bzw. warum ist es für Sie unangenehm? 
  • Ein anderer Aspekt ist der, dass Sie immer wieder einen roten Kopf bekommen, je mehr Sie sich damit beschäftigen und sich bereits im Vorfeld ausmalen, dass Sie eben wieder einen roten Kopf bekommen - und es werden alle Beteiligten sehen.
  • Je mehr Sie sich hineinsteigern, desto aufgeregter und nervöser werden Sie. Und natürlich erhalten Sie auf jeden Fall wieder eine rötliche Färbung im Gesicht.

Selbstbewusstsein kann man trainieren

Um mit einem roten Kopf umgehen zu können, bedarf es nicht viel Arbeit. Ein bisschen Selbstbewusstsein und mit der Zeit wird der rote Kopf schwächer.

  • Steigern Sie sich nicht in die bevorstehende Situation und denken Sie erst gar nicht an einen roten Kopf. Denken Sie an eine grüne Wiese mit bunten Blumen oder an einen schönen Strand und das Meer.
  • Denken Sie erst gar nicht daran, dass die Zuhörer und Zuschauer Ihren roten Kopf wahrnehmen, denn diese Personen wollen Ihnen zuhören. Das, was Sie sagen, ist wichtig!
  • Bei einem Kompliment oder einer anderen für Sie vielleicht peinlichen Situation nehmen Sie diese genau wahr und denken Sie erst gar nicht an einen eventuellen roten Kopf. Bedanken oder entschuldigen Sie sich - je nach Situation. Hören Sie genau zu oder sagen Sie genau das, was Sie sagen wollen. Ignorieren Sie Ihren roten Kopf! Schauen Sie den Menschen ins Gesicht oder auf die Haare, auf keinen Fall nach unten.
  • Wenn Sie es nicht mehr ertragen, gehen Sie aus dieser Situation heraus, aber nicht eilen. Diese würde wie eine Flucht aussehen und die Aufmerksamkeit erst recht auf Ihren roten Kopf lenken.
  • Gehen Sie im Nachhinein in aller Ruhe und für sich die Situation noch einmal durch und schreiben Sie für sich auf, was Sie beim nächsten Mal ändern möchten, wie Sie besser reagieren würden. Testen Sie sich und die kommenden Situationen, Gespräche und/oder Vorträge aus. Bleiben Sie konsequent, stehen Sie zu Ihrem roten Kopf.
  • Als Unterstützung helfen auch Entspannungsübungen wie autogenes Training, Yoga etc. oder einfach regelmäßig schwimmen gehen bzw. auch Spaziergänge im Sonnenlicht.

Übungen gegen einen roten Kopf und Stottern

  • Zuerst einmal müssen Sie eine Liste mit Ihren Vorzügen anfertigen. Diese Liste sollte halbwegs realistisch sein, aber darauf dürfen auch Kleinigkeiten stehen. Kleinigkeiten wie: Ich habe tolle Ohren. Oder: Ich besitze ein wunderschönes Sofa. Vielleicht bekommen Sie einen Freund dazu, Ihnen hier zu helfen. Ihm fallen sicher auch noch ein paar Stichworte ein.
  • Nun gehen Sie in die Situation. Werden Sie zum Stadtwanderer. Und sprechen fast wahllos Frauen oder Männer an - nicht, um sie anzumachen. Fragen Sie nach dem Weg (auch wenn Sie ihn schon wissen), nach der Uhrzeit (Ihre Armbanduhr sollte hier allerdings nicht sichtbar sein), dem nächsten Briefkasten (wenn Sie nicht direkt vor ihm stehen).
  • Wenn Sie auf einer Party sind, können Sie das altbekannte Thema "Woher kennst du den Gastgeber?" aufgreifen. Sie müssen nicht viel sagen, ein paar Fragen reichen.
  • Mit zunehmender Übung wird Ihre Schüchternheit verschwinden. Roter Kopf und Stottern werden verschwinden, wenn Sie in die Situationen gehen und sie nicht vermeiden.

Übrigens kann es sein, dass andere von Ihrer Schüchternheit und sogar noch nicht einmal etwas von Ihrem roten Kopf mitkriegen. Fragen Sie doch einmal einen Freund, wie er Sie in solchen Situationen erlebt.

Weitere Autorin: Dr. Kathrin Kiss-Elder

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