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Einen Bonsai selber machen - so kann es funktionieren

Bonsai ist eine Art der Gartenkunst aus dem Fernöstlichen. Bäume und Sträuche werden sozusagen auf Stubenformat zurückgezüchtet. Sie können das auch selber machen.

So schön ist ein Bonsai.
So schön ist ein Bonsai. © Karl-Heinz Laube / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • kleinwüchsiges Bäumchen
  • flache Schale
  • steinige Erde mit porösem Ton
  • Kupferdraht

Es ist eine schöne Kunst, Bonsai zu pflegen oder gar selber zu ziehen. In unserer westlichen Gesellschaft sind die Bonsaibäume wohl am bekanntesten, aber in Fernost werden auch Sträucher zu Bonsai gezogen.

Das ist die Gartenkunst Bonsai

  • Bonsai ist ganz einfach ausgedrückt nur die Kunst, tatsächlich in der Natur existierende Bäume und Sträucher in Kleinformat zu schaffen. Diese können Sie dann im Garten oder speziell gestalteten Nischen in Ihrem Haus aufstellen.
  • Das Wort Bonsai besteht aus 2 Wörtern, das Bon für "Schale" und sai für "Pflanze". In den verschiedenen asiatischen Ländern wird es etwa so interpretiert: "Anpflanzung in der Schale" oder auch "Landschaft oder Szene in der Schale".
  • Die beliebtesten Bäume, die man als Bonsai selber machen kann, sind Kiefern, Ahorne, Wacholder, asiatische Ulmen, Azaleen oder Fruchtbäume wie Apfel und japanische Aprikose.
  • Gut gepflegte Bonsais können bis zu hundert Jahre alt und sehr wertvoll werden.

So machen Sie Ihr Bonsai selber

  1. In unseren Breiten müssen Sie natürlich einheimische Bäume nehmen oder winterfeste aus Asien. Nehmen Sie verschiedene Ahornsorten, Fichten, Kiefern oder auch Wacholder. Beginnen Sie am besten schon mit einer recht kleinen Sorte, wie zum Beispiel der Zwergkiefer.
  2. Die Kunst beginnt schon mit der Schale. Sie brauchen eine kleine ziemlich flache Schale. Sie sollte eine ansprechende Form und Ausstrahlung haben.
  3. Der Boden kann ruhig karg sein und ein bisschen steinig mit porösem Ton sein. Das speichert gut Wasser. Im Prinzip vernachlässigen Sie jetzt Ihren gepflanzten Baum. Er braucht wenig Platz für die Wurzeln, wenig Wasser und Nährstoffe und wächst dadurch sehr viel langsamer und alles wird kleiner.
  4. Topfen Sie Ihre Pflanze am Anfang einmal aus und schneiden Sie gut die Hälfte der Wurzelballen ab. Schneiden Sie auch die Äste immer wieder zurück und fördern Sie diejenigen, mit denen Sie dem Bonsai die Form geben wollen.
  5. Mit weichen Aluminium- oder Kupferdrähten können Sie auch die Hauptäste in eine bestimmte Form und Richtung zwingen. Umwickeln Sie die Äste vorsichtigen und biegen Sie sie dann in die richtige Richtung. Machen Sie das sehr vorsichtig, damit sie nicht brechen.
  6. Wichtig ist auch sehr viel Helligkeit, das fördert das ganzheitliche Wachstum und bringt weniger einzeln treibende Sprieße hervor.
  7. Finden Sie das richtige Maß an Wasser und Dünger. Die Bonsais brauchen nicht so viel davon, es könnte auch leicht der Boden kippen und verderben.

Bonsai selber zu machen, ist schon eine gewisse Kunst und so soll es ja auch sein. Vieles lehrt Ihnen dabei die Erfahrung und Sie werden eine lange Zeit große Freude an den "Pflanzen in der Schale" haben.

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