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Ein Wiesel als Haustier halten - das gibt's zu beachten

Sie möchten gerne ein etwas außergewöhnliches Haustier halten und haben sich für ein Wiesel entschieden? Da es sich hierbei um ein Wildtier handelt, sollten Sie jedoch einiges vorbereiten und sich über die Haltung informieren.

Wiesel sind Fleischfresser.
Wiesel sind Fleischfresser. © Dieter_Schütz / Pixelio

Ein Wiesel ins Haus holen

  • Bekannt sind Wiesel auch unter dem Namen Hermelin und in den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Menschen dafür entschieden, diese als Haustier zu halten. Anders als Hunde oder auch Katzen sind es Hermeline nicht gewöhnt, in einem geschlossenen Raum zu leben. Dennoch können die Tiere durchaus zahm werden.
  • Soweit möglich sollten Sie dem Tier sehr viel Auslauf gewähren. Bei einigen Tieren ist es möglich, sie ähnlich wie einen Hund in die Familie zu integrieren. Andere sind in einer großen Voliere besser untergebracht.
  • Als Unterschlupf ist ein einfaches Holzhaus am besten geeignet. Hermeline mögen es kuschelig. Stellen Sie Decken oder auch Kleidungsstücke zur Verfügung. Zudem suchen sich die Tiere immer eine bestimmte Ecke, die sie als Toilette nutzen. Mit etwas Geduld können Sie es schaffen, das Hermelin auf eine Katzentoilette abzurichten.
  • Zur Haltung dieser Tiere benötigen Sie eine Genehmigung der Naturschutzbehörde. Und selbstverständlich dürfen Sie nicht einfach eines aus der Natur fangen. Es gibt bereits einige Züchter. Auch Beschlagnahmungen oder Nachzuchten aus Zoos benötigen manchmal ein Zuhause.

Das braucht Ihr Haustier

  • Ein Wiesel als Haustier hat einige Ansprüche. Es handelt sich hierbei um Fleischfresser. Nun müssen Sie nicht jeden Tag frisches Fleisch bereithalten. Füttern Sie das Tier mit hochwertigem Hunde- oder Katzenfutter. Gerne entscheidet sich das Hermelin auch für Lebendfutter. Hier bieten sich kleine Mäuse oder auch Mehlwürmer an. Geben Sie dem Tier mindestens einmal in der Woche die Möglichkeit, Lebendfutter zu sich zu nehmen.
  • Hermeline haben eine Stinkdrüse. Diese kommt zum Einsatz, wenn das Tier Angst hat oder sich verteidigen möchte. Wundern Sie sich also nicht, wenn es gerade zu Beginn häufig unangenehm riecht. Hat sich das Hermelin jedoch an die Menschen und die Umgebung gewöhnt, kommt die Drüse eher selten zum Einsatz.
  • Anders als viele andere Tiere leben diese gerne allein. Sie brauchen sich also nicht mehrere anschaffen, um das Hermelin artgerecht zu halten. Ermöglichen Sie dem Tier jedoch, sich auch an der frischen Luft zu bewegen und führen sie es ruhig mehrmals am Tag aus. Hier gibt es spezielle Leinen, damit das Hermelin nicht verschwindet.

Grundsätzlich ist Anfängern von der Haltung dieser Tiere abzuraten. Eine Alternative stellen Frettchen dar. Sie haben ähnliche Haltungsansprüche, unterscheiden sich aber darin, dass sie die Gesellschaft von Artgenossen brauchen.

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