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Ein Grab bepflanzen - so wird's pflegeleicht

Bepflanzen Sie das Grab Ihres Angehörigen selbst, haben Sie nicht nur die Möglichkeit, ihn ein letztes Mal zu ehren, sondern können auch einen Ort der Ruhe und Schönheit schaffen. Zudem beruhigt das Gärtnern die Seele, das Aufsuchen des blühenden Grabes hilft bei der Trauerbewältigung. Besonders zu den persönlichen Gedenktagen können Sie das Grab festlich schmücken.

Zaubern Sie ein blumiges Denkmal.
Zaubern Sie ein blumiges Denkmal. © alipictures / Pixelio

Pflanzen für das Grab aussuchen

  • Sehen Sie sich das Grab sowie dessen Umgebung genau an. Wie sind die Licht-, Boden-, Wind- und Sonnenverhältnisse? Stehen viele Bäume oder hoch wachsende Sträucher um das Grab herum oder bekommt es viel Sonne ab?
  • Teilen Sie die Fläche in einen Teil für Dauerbepflanzung, Wechselbepflanzung sowie freie Flächen für Grablichter, Kränze und Blumensträuße ein.
  • Haben Sie nur wenig Zeit, sich um das Grab zu kümmern, sollte die Fläche für die Dauerbepflanzung etwa 70 bis 80 Prozent betragen. Für diese nutzen Sie immergrüne Hölzer und Stauden. Gut geeignet sind Buchsbaum, Fächer-Ahorn oder Stechpalme.
  • Suchen Sie Pflanzen aus, die auch längere Trockenperioden überstehen, sodass Sie nicht regelmäßig gießen müssen. Kaufen Sie für die Bepflanzung keine stark wuchernden oder schnell wachsenden Sorten wie Efeu oder Immergrün. Achten Sie auf Qualität und lassen sich beraten, welche Sorten gegen typische Friedhofsschädlinge wie Schnecken oder Wühlmäuse resistent sind.
  • Verwenden Sie die Lieblingspflanzen des Verstorbenen. Auch symbolträchtige Pflanzen wie Vergissmeinnicht oder Tränendes Herz setzen schöne Akzente.
  • Für sonnige Standorte nutzen Sie Bodendecker-Rosen, Woll-Ziest, Stachelnüsschen oder Fiederpolster. Für schattige Gräber sind Johanniskraut, Storchenschnabel und Elfenblumen besonders gut geeignet.
  • Kombinieren Sie für Ihre Wechselbepflanzung Sorten, die in unterschiedlichen Jahreszeiten blühen, so bleibt das Grab ganzjährig schön. Im Herbst blühen Erikas, Gladiolen, Anemonen oder die Studentenblume. Frühblüher setzen ebenfalls farbige Akzente, Zwiebelgewächse wie Narzissen, Schneeglöckchen oder Krokusse eignen sich gut.

Tipps für das Bepflanzen

  • Warten Sie nach der Beerdigung ein paar Tage mit dem Bepflanzen. Der aufgeschüttete Grabhügel sackt noch ein ganzes Stück nach.
  • Überprüfen Sie vor der Bepflanzung die Bodenbeschaffenheit. Am besten tauschen Sie die Erde etwa einen Spaten tief mit ruß- und torffreier Erde aus, Graberde ist am besten geeignet.
  • Machen Sie sich eine Skizze und überlegen, wie Sie die Pflanzen anordnen möchten. Beachten Sie dabei, dass die Jungpflanzen noch wachsen. Für die Eingrenzung eignet sich der Buchsbaum sehr gut. Sie sollten zudem das gesamte Grab mit einer geschlossenen Pflanzendecke versehen, damit der Boden nicht austrocknet und kein Unkraut wächst. Anfangs füllen Sie die Lücken mit Bodendeckern.
  • Wenn Sie wollen, können Sie auch das gesamte Grab mit dicht wachsenden Bodendeckern wie Sedum, Teppich- oder Kriechmispel, Andenpolster oder Haselwurz begrünen. Sie müssen jetzt fast gar nicht mehr gießen, zudem entfällt das Abdecken im Winter.
  • Arrangieren Sie Pflanzen in Form eines Dreiecks oder betonen den Grabstein mit einer interessanten Hintergrundbepflanzung aus Eiben, Zypressen oder in Form geschnittenen Buchsbäumen.
  • Haben Sie besonders ausgefallene Ideen, sprechen Sie diese vorher mit der Friedhofsverwaltung ab, da Ihre Gestaltungsmöglichkeiten durch die Satzung eingeschränkt sein können.  

Haben Sie keinen Garten, lassen Sie sich vor dem Bepflanzen beraten, welche Sorten für Ihren Bedarf am besten geeignet sind. Richtig ausgesucht sparen Sie nicht nur viel Zeit für die Pflege, sondern setzen dem Verstorbenen auch ein farbenprächtiges Denkmal.

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