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Eckstein-Wasserenthärter richtig einbauen und nutzen - so geht's

Ein Eckstein-Wasserenthärter beruht auf dem Prinzip des Ionenaustausches und kann Wasser messbar und sicher von Kalk befreien. Sie müssen beim Einbau und der Nutzung nur wenig beachten.

Weiches Wasser muss kein Traum bleiben.
Weiches Wasser muss kein Traum bleiben. © Henning_Hraban_Ramm / Pixelio

Grundsätzliches zur Wasserenthärtung

  • Es gibt verschiedene Verfahren, die als Wasserenthärter angeboten werden. Der Eckstein-Wasserenthärter tauscht Calcium-Ionen gegen Natrium-Ionen aus. Die Calcium-Ionen bleiben am Austauscher hängen. In der nachfolgenden Regenerationsphase des Ionenaustauschers werden diese ins Abwasser geleitet. Mit diesem Verfahren bekommen Sie wirklich weiches Wasser.
  • Verfahren, die über Magnetfelder oder elektrische Felder die Calcium-Ionen verändern, sogenannte physikalische Wasserenthärter versprechen, dass der Kalk verändert wird und sich nicht ablagern kann. Das Verfahren ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Fakt ist, dass Sie so kein weiches Wasser bekommen, sofern die Ausführungen der Anbieter stimmen, bekommen Sie hartes Wasser, das aber zu keinen Kalkablagerungen führt.
  • Eckstein-Wasserenthärter verändern messbar den Härtegrad des Wassers. Weiches Wasser ist von Vorteil für Waschmaschinen, Bäder und Duschen. In Küchen ist der Einsatz von weichem Wasser umstritten. Wenn Sie ein altes Leitungsnetz mit Metallrohren haben, ist der Kalk, der sich an den Leitungen  festgesetzt hat, ein wichtiger Schutz davor, dass Metallionen ins Trinkwasser gelangen. Wenn Sie alte Kupfer- oder Bleileitungen reinigen und dann einen Eckstein-Wasserenthärter verwenden, kann das sogar gefährlich werden. Für die Spülmaschine brauchen Sie kein weiches Wasser, die hat einen Wasserenthärter an Bord.

Einbau von Eckstein-Geräten

  1. Es gibt viele der Eckstein-Wasserenthärter, die meisten sind so ausgelegt, dass eine einfache Selbstmontage möglich ist. Lassen Sie sich bezüglich der Anlage, die Sie brauchen, beraten. Wählen Sie ein Gerät mit Bypass, dann brauchen Sie keine Umgehungsleitung zu bauen.
  2. Der Einbau ist denkbar einfach. Sie müssen 2 Panzerschläuche zwischen der Wasserleitung und dem Eckstein-Wasserenthärter anschließen. Dabei müssen Sie den Schlauch, der das harte Wasser führt, an den linken Anschluss des Wasserenthärters montieren, der Schlauch, der vom rechten Anschluss zur Leitung geht, muss in Richtung der Entnahmestellen montiert werden. Achtung: Schließen Sie zuvor den Hauptwasserhahn.
  3. Vom Überlauf des Geräts müssen Sie einen Schlauch zu einem Abfluss legen. Achten Se darauf, dass der Abfluss tiefer liegt als der Überlauf.
  4. Füllen Sie nun noch Salz und Granulat ein, das Granulat ist bei manchen Anlagen schon vorhanden. Schließen Sie die Anlage nun an eine Steckdose an und drehen das Wasser am Hauptwasserhahn wieder an.
  5. Stellen Sie nun die Kubikmeterleistung der Anlage am rechten Rad ein. Drücken Sie den roten Knopf und stellen Sie die richtige Uhrzeit ein. Lösen Sie dann die 1. Regeneration aus, indem Sie den Hauptschalter in Richtung des Pfeils drehen, bis dieser hörbar auslöst.
  6. Nun startet die erste Regeneration. Diese dauert 1 bis 2 Stunden. Die rote Kontrollleuchte zeigt an, dass kein weiches Wasser erzeugt wird. Nach der Regeneration leuchtet dann die grüne Leuchte auf. Ab nun können Sie aus dem Eckstein-Wasserenthärter weiches Wasser bekommen.
  7. Die Regeneration startet nun jeden Tag immer in der Nacht um 2 Uhr, in dieser Zeit können Sie nur hartes Wasser aus den Leitungen entnehmen. Stellen Sie noch die gewünschte Wasserhärte ein. Es ist sinnvoll, nicht zu weiches Wasser zu erzeugen. Eine Härte von 6° genügt.
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