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Ebay-Käufer zahlt nicht - rechtliche Schritte leiten Sie so ein

Wenn ein eBay-Käufer Ihren Artikel nicht bezahlt, haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können vom Vertrag zurücktreten und die Ware anderweitig verkaufen oder aber rechtliche Schritte ergreifen, um Ihr Geld zu bekommen.

Wenn ein eBay-Käufer nicht zahlt, können Sie das Mahnverfahren einleiten.
Wenn ein eBay-Käufer nicht zahlt, können Sie das Mahnverfahren einleiten. © Gerd_Altmann / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides

Käufer zahlt nicht - Erinnerung über eBay

Falls Sie nach einem eBay-Verkauf einige Tage keine Zahlung erhalten, sollten Sie zuerst Kontakt mit dem Käufer aufnehmen.

  • Womöglich liegt eine Verzögerung bei der Buchung vor, die Sie gegebenenfalls durch eine Recherche bei PayPal oder Ihrer Bank nachvollziehen können. Falls er die Zahlung nur vergessen hat, geben Sie ihm einige weitere Tage Zeit.
  • Sollte der Käufer weiterhin nicht zahlen oder sich gar nicht auf Ihre Versuche der Kontaktaufnahme melden, können Sie den nicht bezahlten Artikel bei eBay melden.
  • eBay fordert den Kunden dann erneut zur Zahlung auf und wird Ihnen im Falle der Nichtleistung nach Ablauf von 36 Tagen nach Angebotsende Ihre Verkaufsprovision wieder gutschreiben.
  • Um den Artikel an einen anderen Bieter verkaufen oder erneut einstellen zu können, teilen Sie vorsichtshalber dem Käufer per E-Mail noch ausdrücklich Ihren Rücktritt vom Vertrag mit.

Rechtliche Schritte - Mahnbescheid beantragen

Falls Sie die Ware bereits versandt haben oder aus anderen Gründen unbedingt an dem Vertrag festhalten möchten, können Sie auch rechtliche Schritte einleiten und versuchen, den Kaufpreis im gerichtlichen Mahnverfahren einzuziehen.

  • Kaufen Sie sich einen offiziellen Mahnbescheidsantrag im Schreibwarenhandel.
  • Orientieren Sie sich exakt an den beigefügten Hinweisen und füllen Sie den Antrag sorgfältig aus.
  • Den Mahnbescheid senden Sie sodann an das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Schuldner seinen Wohnsitz hat.
  • Sie können den Mahnbescheid nach Ablauf eines Monats nach dem Abschluss des Kaufvertrags einreichen, ohne dass vorherige Mahnungen erforderlich sind.
  • Sofern der Käufer auch auf den Mahnbescheid nicht zahlt, können Sie zwei Wochen nach dessen Zustellung einen Vollstreckungsbescheid beantragen und nach weiteren zwei Wochen die Zwangsvollstreckung betreiben.

In komplizierten Fällen, gerade im Bereich der Zwangsvollstreckung, kann es sich für Sie anbieten, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sofern Sie rechtsschutzversichert sind, übernimmt die Versicherung die Gebühren für alle rechtlichen Schritte, d. h. sowohl die Anwaltsgebühren als auch die Gerichtskosten für das Mahnverfahren und ein eventuelles Vollstreckungsverfahren.

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