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Die Nordmanntanne und ihr Wachstum - Wissenswertes

Die Nordmanntanne - weihnachtliche Assoziationen tauchen auf. Die Nadeln der Nordmanntanne sind weich. Auch deshalb ist sie sehr beliebt als Weihnachtsbaum: geschnitten oder mit Wurzelballen im Topf. Warum klappt es aber meist nicht, die kleine Tanne, nachdem Weihnachten vorüber ist, im eigenen Garten zum Wachstum zu "überreden"?

Eine Nordmanntanne ist ein mächtiger Baum.
Eine Nordmanntanne ist ein mächtiger Baum. © Andreas_Hermsdorf / Pixelio

Nordmanntanne - viel mehr als Weihnachtsbaum

  • Sie ist beheimatet im Kaukasus, in Georgien in Russland und im Nordosten der Türkei. Deshalb wird sie auch kaukasische Tanne genannt. Der finnische Biologe Alexander von Nordmann beschrieb sie im 19. Jahrhundert - nach ihm wird sie hierzulande als Nordmanntanne bezeichnet. Durch ihr immergrünes glänzendes Nadelkleid erfreut sie ganzjährig durch ein schönes Erscheinungsbild. 
  • Eine Nordmanntanne wächst zu einem mächtigen Baum heran. Sie kann bis zu 40-60 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von bis zu 2 Metern erreichen. Als junger Baum wächst sie recht langsam - später ändert sich das: 40 cm jährlich wächst eine Nordmanntanne. Und - wenn Sie eine Nordmanntanne in Ihrem Garten pflanzen - haben viele Ihrer Nachfahren noch etwas davon: Sie kann bis zu 500 Jahre alt werden. Ein schöner Gedanke!
  • Die Nordmanntanne ist ein sehr sturmfester Baum. Sie besitzt eine tief reichende Pfahlwurzel und - wenn sie älter ist - auch zahlreiche Nebenwurzeln, die sie sicher im Erdreich verankern.
  • Dieser große Baum braucht eine Menge Raum. Als einzeln stehender Baum hat er eine pyramidale Form und seine Zweige können gleichmäßig bis zum Boden reichen. In Gemeinschaft mit anderen Bäumen - im Mischwald mit der orientalischen Buche oder der Kaukasusfichte sieht seine Krone auch oft wie ein Storchennest aus.

Das Wachstum der Nordmanntanne in Ihrem Garten

  • Wenn Sie diesen wunderschönen großen Baum in Ihrem Garten ansiedeln möchten, sollten Sie ihm einen halbschattigen bis schattigen Standort geben. Und es ist ratsam, zu berücksichtigen, dass er sehr ausladende Zweige bekommt: Er braucht wirklich viel Platz.
  • Eine Nordmanntanne stellt für ihr Wachstum keine großen Ansprüche: Ein gleichmäßig feuchter, nährstoffreicher Boden bietet ideale Voraussetzungen. Sie kommt aber auch mit kalkhaltigen Böden zurecht.
  • Die Setzlinge reagieren recht empfindlich auf Trockenheit und viel Sonneneinstrahlung. Regelmäßiges Wässern in trockenen Zeiten ist deshalb wichtig. Der Boden darf nicht austrocknen. Auch vor Frost und Wind sollten Sie ein kleines Bäumchen schützen. Später sind Nordmanntannen dann recht pflegeleicht.
  • Sie werden bei einer Nordmanntanne kaum Schwierigkeiten mit Schädlingen haben. Wenn sie einen passenden Standort hat und genügend Feuchtigkeit, wird sie Sie mit einem langsamen, aber stetigen Wachstum erfreuen.

Warum ein Weihnachtsbaum selten das Fest überlebt

  • Dänemark ist der größte Weihnachtsbaumproduzent - auch für den deutschsprachigen Raum. Nordmanntannen werden in Dänemark plantagenmäßig für Weihnachten angebaut. Weil viele Menschen inzwischen das Gefühl der Ressourcenverschwendung haben, werden inzwischen gern Weihnachtsbäume mit Wurzelballen im Topf gekauft.
  • Abgesehen von den Belastungen, die die Zimmertemperatur im Haus für das Bäumchen verursacht, gelingt das Auspflanzen in der Natur nur selten, weil den Bäumchen für das Eintopfen die Pfahlwurzel, über die sie sich ernährt, gekappt wird, damit sie in den Topf passt. So hat die kleine Tanne nur selten eine Chance, das Weihnachtsfest längere Zeit zu überleben.
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