Die Abrisskosten für ein Haus richtig berechnen - so geht´s

Manchmal braucht man eine Abrissbirne. Manchmal braucht man eine Abrissbirne.
Ein tolles Grundstück mit baufälligem Haus in Sicht? Die Abrisskosten für ein Gebäude sind häufig höher als man denkt. Viele Materialien müssen speziell entsorgt werden und sorgen für einen hohen Kostenfaktor. Überprüfen Sie beim Abriss von Gebäuden oder Gebäudeteilen neben der entstehenden Bauschuttmenge die Materialien für eine treffende Kostenkalkulation.
Gastautor
31.05.2011 Gastautor
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Abrissunternehmen
  • Kostenvoranschläge
  • Container
  • Auto mit Anhänger

Abrisskosten für Gebäude richtig kalkulieren

  • Wenn dem Neubau ein altes Gebäude im Weg steht, gilt es, die Abrisskosten für das Haus dem günstigen Grundstückspreis entgegen zu rechnen. Falsch kalkuliert kann der Abriss schnell hohe zusätzliche Kosten verursachen. Beginnen Sie daher mit der Recherche nach verschiedenen Entsorgern und Abrissunternehmen, um über Kostenvoranschläge für die Abrisskosten Preisvergleiche zu erhalten.
  • Durch die Kostenvoranschläge erhalten Sie gleichzeitig Aufschluss über die voraussichtlich anfallende Bauschuttmenge, die es zu entsorgen gilt. Unterkellerte Bereiche sind dabei ein deutlich höherer Kostenfaktor, da hier für den späteren Neubau ausgebaggert werden muss.
  • Über die Kostenvoranschläge von Fachfirmen können Sie mit dem Vergleich beginnen: Welche Teile am Haus können Sie selbst entsorgen oder für die Wiederverwertung ausbauen? Sind Sie handwerklich versiert und können unter Anleitung mit anpacken oder müssen Sie alle Arbeiten in professionelle Hände abgeben?
  • Die Sicherheit sollte beim Abriss in Eigenregie eine wichtige Rolle spielen und nur bei kleineren Abrissen umgesetzt werden (Teilabriss einer Scheune oder Wochenendhäuschen). Ist ein ganzes Wohnhaus abzureißen, sollte die Sicherheit vor die Ersparnis in den Abrisskosten gestellt werden.

Müllsortierung und Wiederverwertung: Das Haus kostengünstig entfernen

  • Bei kleineren Bauschuttmengen lohnt sich der eigene Abtransport zum nächstgelegenen Entsorger. Größere Mengen können über einen Containerdienst abtransportiert werden. Hier wird die Bauschuttentsorgung über Gewicht oder Kubikmeter berechnet.
  • Unterschieden wird bei der Berechnung zwischen gemischtem und getrenntem Bauschutt. Gemischter Bauschutt ist dabei verständlicherweise teurer und liegt bei rund 50 Euro je Kubikmeter, sortenrein wird es deutlich günstiger. Die Preise variieren regional und je nach Abnehmer. Mit umsichtiger Planung lassen sich die Abrisskosten für ein Haus entsprechend senken.
  • Je nach Alter und Zustand des Abrissgebäudes können Sie einige Materialien nach dem Abriss zum Verkauf nutzen und somit die Abrisskosten für das Haus maßgeblich senken. Alte, aber intakte Fenster, Schiefereindeckungen oder massive Holzbalken finden über Kleinanzeigen und Onlineauktionen ebenso Abnehmer wie gut erhaltene Parkettböden und Ziegelsteine, die beim Abriss sorgsam entfernt wurden. Alte Metallteile (Rohrleitungen, Metallstreben) können Sie bei einem Altmetallhändler verkaufen. Was sich aus dem Haus nicht verkaufen oder verschenken lässt, muss hingegen kostenpflichtig entsorgt werden.
Diese Anleitung
Leser-Tipps (1) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Gast | 06.07.2011, 11:23

    Dieser Beitrag bedarf deutliche Überarbeitung: Abrissarbeiten und zusammenhängende Arbeiten sind durch eine Reihe von Gesetzen und Richtlinien geregelt (Kreislaufwirtschaftabfallgesetz, Gewerbeabfallverordnung, Altholzverordnung, PCB-Verordnung, Gefahrstoffverordnung, TRGS, Baustellenrichtlinie etc.) 2. Im Vorfeld eines Abbruchs ist das Gebäude auf bspw. Statik, Gebäudeschadstoffe untersuchen zu lassen. Dieses wird immer noch oft verkannt und führt nicht selten zu Problemen mit der Behörde bzw. bis zur Strafanzeige bei illegaler Abfallentsorgung. "Nicht wissen schützt vor Strafe nicht". 3. Daher sind "eigene" Arbeiten am Abrissobjekt lediglich auf wenige Möglichkeiten beschränkt bspw. die bekannte Entrümpelung von losen Inventargegenstände etc. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, bspw. bei asbesthaltigen Nachtspeicheröfen. 4.Der Beitrag ist im Hinblick auf die 50 EUR/m3 für die Bauschuttentsorgung dringend zu überarbeiten. Diese hängt nicht nur von der Materialzusammensetzung ab, sondern auch vom Chemismus (bspw. LAGA etc.). Ebenso gibt es extreme regionale Unterschiede in Deutschland! Was gilt auf Sylt, was gilt in Duisburg??? 5. Die Option einzelne Materialien zu "verkaufen" ist bezogen auf das gesamte Haus zum einen steuerlich zu berücksichtigen, abfallrechtlich (!) ist hierzu eine Abfallmaklergenehmigung nötig.

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