Alle Kategorien
Suche

Deutsche Metal Bands der 80er - wie die Szene erblühte

Aktuell gilt Skandinavien als der führende Heavy-Metal-Exporteur. Doch das war nicht immer so: Als in den in den Anfangstagen die Welle aus Großbritannien ans ans Festland schwappte, führte das zur Gründung unzähliger deutscher Bands, von denen heute viele beinahe vergessen sind.

Es gab eine Zeit vor dem Aufkommen der Riesen-Events wie Wacken.
Es gab eine Zeit vor dem Aufkommen der Riesen-Events wie Wacken. © Ich-und-Du / Pixelio

Die britischen Ursprünge 

  • "British Steel" von Judas Priest, "Lightning to the Nations" von Diamond Head, "Wild Cat" von Tygers of Pan Tang und natürlich die selbstbetitelten Alben von Angel Witch und Iron Maiden - das waren im Jahr 1980 neben Motörheads "Ace of Spades" und Black Sabbaths "Heaven and Hell" die Startschüsse für die rasend schnell expandierende Szene.
  • Das Jahr 1980 markiert damit sozusagen den Übergang vom Hardrock zu Heavy Metal. Denn mit "Back in Black" von AC/DC, "On Through the Night" von Def Leppard und auch "Chinatown" von Thin Lizzy brachten die Rockerkollegen beinahe zeitgleich einige ihrer erfolgreichsten Klassiker hervor.

Deutsche Bands schießen aus dem Boden

  • Geht es um deutsche Metalbands, nennt jeder zwei Namen: Die Scorpions und Accept. Die Scorpions veröffentlichten ihr Debüt "Lonesome Crow" zwar schon 1972, trotzdem gelten sie wegen ihrer unverhältnismäßiger Härte und ihrer provokanten Show als Vorreiter der deutschen Szene. Accept sind spätestens seit "Restless and Wild" nicht mehr aus dem Genre wegzudenken. Noch heute sind junge Bands wie Bullet stark von ihnen beeinflusst. Ihr Sänger gründete später seine Band U.D.O.
  • Mitte der 80er kam die Power-Metal-Band Helloween dazu, die mit ihren flinken Gitarrenläufen und extrem hohen Gesang das Genre um eine virtuose Band bereicherte.

Ruhrpott-Thrash-Metal

  • Nach der Heavy-Metal-Revolution spaltete sich bereits die erste Gruppe ab, der die Sache noch nicht brachial genug war. Nach dem Motto "schneller ist besser" bildete sich im Ruhrgebiet eine legendäre Thrash-Metal-Szene. Assassin, Violent Force, Exumer, Darkness, Protector und Deathrow sind nur einige der Bands, die damals große Erfolge feierten und heute fast nur noch bei Vinylsammlern bekannt sind.
  • Natürlich haben sich einige der Bands gehalten. Die Scorpions und die Michael Schenker Group gibt es immer noch, Accept sind zurück und das Dreiergespann Destruction, Sodom und Keator gelten nicht ohne Grund als das deutsche Thrash-Urgestein.
  • Neben den alten Hasen gibt es auch ein neue Generation motivierter Junger Bands, die sich auf diese Wurzeln berufen. Attic, Iron Kobra und Speedbreaker seien hier als vielversprechende Töne aus dem deutschen Underground genannt.
Teilen: