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Brückengleichrichter - für Laien einfach erklärt

Wo elektrische Wechselströme in Gleichströme umgewandelt werden müssen, kommt der sogenannte Gleichrichter zum Einsatz. Von diesem gibt es verschiedene Ausführungen. Der sogenannte Brückengleichrichter ist eine davon.

Elektronische Bauteile haben unterschiedliche Verwendungszwecke.
Elektronische Bauteile haben unterschiedliche Verwendungszwecke.

Was ist ein Gleichrichter?

Ein sogenannter Gleichrichter dient dazu, eine Wechselspannung in eine Gleichspannung umzuwandeln. Für nahezu alle elektronischen Geräte ist eine solche Schaltung immer dann notwendig, wenn diese Geräte an der Netzspannung betrieben werden sollen.

  • Hierfür werden sogenannte Netzteile verwendet. In ihrer einfachsten Bauform enthalten diese einen Transformator, welcher die Netzspannung, bei der es sich um eine Wechselspannung handelt, zunächst in eine geringere Wechselspannung umwandelt.
  • Um diese Wechselspannung nun in eine Gleichspannung umzuwandeln, wird ein Gleichrichter eingesetzt. In sehr vielen Fällen wird hier der sogenannte Brückengleichrichter verwendet, weil dieser recht effizient arbeitet, da beim Brückengleichrichter beide Halbwellen der Wechselspannung (die Positive und die Negative) genutzt werden für die Umwandlung in eine Gleichspannung.
  • Diese Schaltung wird mithilfe von Dioden realisiert, welche als eine Art elektrisches Ventil dienen, welches den Strom nur in eine Richtung durchlässt und in der anderen Richtung sperrt.

So funktioniert der Brückengleichrichter

  • Ein Brückengleichrichter besteht aus vier Dioden, welche so miteinander verdrahtet werden, dass diese praktisch ein Quadrat bilden. Dabei werden jeweils zwei Dioden in Reihe geschaltet, wobei diese Reihenschaltungen wiederum parallel geschaltet werden.
  • Hierdurch hat der Brückengleichrichter vier Anschlüsse. Die beiden Verbindungen der Reihenschaltungen (zwischen den in Reihe geschalteten Dioden) dienen hier als Eingang für die Wechselspannung.
  • Dadurch bleiben an der Schaltung zwei Anschlüsse übrig. An diesem liegt die gleichgerichtete Wechselspannung (die Gleichspannung) an.
  • Im Gegensatz zum sogenannten Einweggleichrichter hat der Brückengleichrichter den Vorteil, dass dieser beide Halbwellen der Wechselspannung nutzt und so effizienter arbeitet. Die negativen Halbwellen der Wechselspannung werden hier bildlich gesprochen nach oben geklappt, sodass der Ausgang am Gleichrichter hier einer pulsierenden Gleichspannung entspricht, deren Welligkeit der doppelten Frequenz der Wechselspannung am Eingang entspricht.
  • Damit die pulsierende Eigenschaft der Ausgangsspannung etwas gedämpft wird, wird hier ein Elektrolytkondensator angeschlossen. Dadurch wird annähernd eine konstante Gleichspannung erreicht. Diesen Vorgang nennt man auch Glätten.
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