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Blutschranke - Erklärung

Blutschranken sind Barrieren zwischen den Blut und anderen Systemen des Organismus. Die bekanntesten sind die Blut-Hirn-Schranke und die Blut-Liquor-Schranke. Doch wie funktionieren diese Schranken und wofür sind sie gut?

Zwischen Blut und Liquor besteht eine Schranke.
Zwischen Blut und Liquor besteht eine Schranke.

Blut-Hirn- und Blut-Liquor-Schranke

  • Die Blut-Hirn-Schranke ist - wie der Name schon sagt - eine Blutschranke zwischen Blut und Hirnsubstanz. Diese Schranke ist selektiv durchlässig, lässt also nur wenige ausgewählte Stoffe aus dem Blut in das Nervengewebe des Gehirns übertreten. Der Stoffaustausch ist also eingeschränkt. Dies hat eine Schutzfunktion für das Gehirn: Toxine, die im Blut zirkulieren, können so nicht auf das Gehirn übergreifen und es schädigen. Unter bestimmten Umständen kann die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger werden, zum Beispiel bei Fieber oder Sauerstoffmangel.
  • Die Blut-Liquor-Schranke ist eine Schranke zwischen dem Blut einerseits und dem Liquor, also der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit, andererseits. Auch hier können Stoffe nur selektiv und außerdem meist in veränderter Konsistenz vom Blut in den Liquor übertreten, was auch mitbestimmend ist für die Zusammensetzung des Liquors. Auch diese Schranke kann unter anderem durch Entzündungen durchlässiger werden.

Weitere Blutschranken

Es gibt weitere Blutschranken im Körper:

  • Es gibt eine Blut-Hoden-Schranke zwischen dem Blut und den Hodenkanälchen. Auf diese Weise wird unter anderem verhindert, dass Autoantikörper gegen die eigenen Spermien gebildet werden können.
  • Eine Blut-Luft-Schranke stellt die Alveolarmembran, also de Grenzschicht der Alveolen, der Lungenbläschen, dar. Sie bildet eine Barriere zwischen dem Blut in den Kapillaren, welches in der Lunge mit Sauerstoff angereichert wird, und dem Alveolarlumen, welches streng genommen Teil der Außenwelt ist, da eine direkte Verbindung über die Bronchien, die Luftröhre und die oberen Luftwege zur Außenluft besteht.
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