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Baustoffe in der Biologie - Überblick

Der menschliche Körper besteht aus Organen, die sich wiederum aus Gewebe zusammensetzen, welches wiederum vorwiegend aus vielen Zelltypen besteht. Doch aus was sind eigentlich unsere Zellen aufgebaut? Egal ob bei Einzellern oder Vielzellern, Pflanzen oder Tieren: Die kleinste Einheit der meisten Lebewesen sind die immer gleichen Makromoleküle, die als Baustoffe der Biologie unser Leben ermöglichen

Jede Art von Zelle ist auf die Baustoffe der Biologie angewiesen.
Jede Art von Zelle ist auf die Baustoffe der Biologie angewiesen.

Die Biologie der verschiedenen Bestandteile unserer Nahrung

Die Makromoleküle des menschlichen Körpers erfüllen eine Vielzahl verschiedener Aufgaben und lassen sich deshalb in mehrere Gruppen einteilen, wobei die Art des Moleküls häufig nicht der tatsächlichen Funktion entspricht.

  • Brennstoffe bzw. Energieträger sind als Energielieferanten dringend notwendig, da für jegliche Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper Energie benötigt wird. Zu ihnen werden spezielle Kohlenhydrate wie Traubenzucker, eingelagertes Körperfett und auch körpereigene Proteine, also Muskeln, gezählt.

  • Vitamine und Mineralien wie Magnesium und Kalium sind als Wirkstoffe für das Regeln der unzähligen biochemischen Vorgänge, die unsere "Körpermaschine" am Laufen halten, unabdingbar. Einige Vitamine werden vom Organismus  selbst produziert, Mineralien werden durch die Nahrung aufgenommen.

  • Die unverdaulichen Ballaststoffe - Kohlenhydrate, die vorwiegend in Pflanzen vorkommen - sind für unseren Körper weit mehr als nur Ballast. Sie regen die Muskeltätigkeit des Darmes an, wodurch eine reibungslose Verdauung ermöglicht wird. Außerdem vergrößern sie das Volumen des ausgeschiedenen Kots, was zu häufigeren Klogängen führt und Verstopfungen vorbeugt.

  • Wie jedes andere Lebewesen ist auch der Mensch aus Zellen aufgebaut, die aus Baustoffen der Biologie bestehen.Sie werden zum Teil mit der Nahrung zugeführt und zum Teil vom Körper selbst produziert. Mehr hierzu im zweiten Unterpunkt.

Arten und Funktionen von biologischen Baustoffen

Biologische Baustoffe sind Stoffe, die dazu verwendet werden, Zellen aufzubauen. Sie sind gewissermaßen also, noch vor den Zellorganellen, die kleinsten Einheiten einer jeden Zelle. Die Stoffwechselprozesse, durch die körpereigene Baustoffe hergestellt werden, sind unbedingt auf Wasser angewiesen. Man unterscheidet verschiedene Arten von Baustoffen:

  • Die Zellmembran, die jede Zelle begrenzt und damit überhaupt deren Existenz ermöglicht, besteht aus zwei Schichten von Fett, der sogenannten Lipiddoppelschicht. In Maßen sind Fette deswegen keineswegs ungesund, sondern sogar unbedingt für unser Überleben notwendig.
  • Mineralstoffe sind bei höheren Lebewesen beispielsweise in Form von in Gewebe eingelagertem Kalzium für Knochen- und Zahnbildung vorhanden, oder sind Baubestandteil vieler wichtiger Hormone. In der Biologie allgemein, das heißt auch bei niedrigen Lebensformen wie einfachen Vielzellern oder Einzellern, nehmen sie als Elektrolyte eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt der Zelle und unbedingt notwendigen zellulären Funktionen ein
  • Proteine, die durch die Proteinbiosynthese der Zellen entstehen, lassen durch ihr Zusammenspiel extrazelluläre Matrix entstehen, die wiederum durch die Aneinanderlagerung von Zellen die Bildung von Gewebe ermöglicht, und geben so eigentlich allem in jedem Lebewesen seine Form. Bei uns ist das beispielsweise Muskelgewebe, unser Haar, die Haut und vieles, vieles mehr.

Hat man die Funktionen der biologischen Baustoffe und anderer Nahrungsbestandteile erst einmal begriffen, versteht man auch die enorme Tragweite einer gesunden und natürlichen Ernährung, die es dem Körper überhaupt erst erlaubt, so komplex und fehlerfrei zu funktionieren, wie er es optimalerweise tut. Wenn Sie dort noch Aufholbedarf haben, sei Ihnen dieses spannende und wichtige Thema sehr ans Herz gelegt!

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