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Ausbildung in Spanien machen - so klappt's

Eine Ausbildung im Ausland zu machen, davon träumen immer mehr junge Menschen. Eines der Wunschländer ist Spanien. In dem südeuropäischen Staat bieten sich einige Möglichkeiten, wenn man es richtig anstellt.

Ausbildung in Spanien - Information ist unterlässlich.
Ausbildung in Spanien - Information ist unterlässlich. © Andreas_Hermsdorf / Pixelio

Die Berufsausbildung in Spanien

Nicht nur Urlaub in Spanien zu machen, sondern schon in jungen Jahren richtig dort zu leben, Land und Leute kennenzulernen und neue Erfahrungen zu machen, dazu bietet nicht nur ein Studium, sondern auch eine Ausbildung Gelegenheit. Neben beruflichen Kompetenzen lernt ein Azubi auch, mit Menschen aus einer anderen Kultur zusammenzuarbeiten und die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern. In einem Europa, das immer mehr zusammenwächst, werden all diese Dinge immer wichtiger.

  • Wer an eine Ausbildung in Spanien denkt, muss wissen, dass das Schul- und Ausbildungssystem dort ein anderes ist. Es gibt kein dreigliedriges Schulsystem wie in Deutschland, alle Schüler besuchen nach der sechsjährigen Grundschule bis zum 16. Lebensjahr die Mittelschule. Ein Teil davon geht anschließend weitere zwei Jahre zur Schule bis zum Abitur, für die anderen endet die Schule mit dem Abschluss der Mittelschule. Die Berufsausbildung findet jedoch überwiegend ebenfalls in Form einer schulischen Ausbildung statt. Praktika in Unternehmen gibt es erst am Ende der Ausbildung.
  • Unterschieden wird in Spanien zwischen der Basisberufsausbildung Formación profesional especifica de grado medio und der höheren Berufsausbildung Formación profesional especifica de grado superior. Die Basisberufsausbildung ist für Absolventen der Mittelschule gedacht. Unterrichtet wird an Sekundar- oder Berufsschulen, die Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre. Je nach Ausbildungsbereich bestehen mitunter Möglichkeiten, die Ausbildung auszuweiten und mit dem Fachabitur zu beenden. Die höhere Berufsausbildung ist für die Abiturienten gedacht.
  • Eine Ausnahme von der schulischen Ausbildung macht ein spezielles Angebot der Asociación Hispano-Alemana de Ensenanzas Técnicas, kurz ASET genannt. Diese deutsch-spanische Vereinigung bietet in einigen Sparten Ausbildungen nach dem dualen System, wie man es in Deutschland kennt, an. Während die praktische Ausbildung in spanischer Sprache stattfindet, findet der theoretische Teil auf Deutsch statt. Eine solche Ausbildung können Interessierte in Madrid und in Barcelona absolvieren, sie dauert zwei Jahre und setzt Spanischkenntnisse voraus. Ihre Abschlussprüfung legen die Azubis vor der deutschen Auslandskammer in Spanien ab. Anerkannt wird die Ausbildung sowohl in Deutschland als auch in Spanien.  

So kann es mit der Ausbildung klappen

Wer eine Berufsausbildung in Spanien in Erwägung zieht, sollte sich rechtzeitig und sorgfältig informieren, nicht nur über die Möglichkeiten an sich, sondern auch darüber, ob die Ausbildung später in Deutschland anerkannt wird. 

  • Möchten Sie eine Ausbildung in Spanien machen, erkundigen Sie sich zunächst beim Arbeitsamt. Dort kann man Sie über Ausbildungsmöglichkeiten in den einzelnen Branchen und über die Voraussetzungen, die Sie mitbringen müssen, informieren. Auch Publikationen, die einen ersten Überblick bieten, halten die Arbeitsämter für Sie parat. Außerdem wissen sie Bescheid über Anlaufstellen, die Ihnen weiterhelfen können.
  • Sinnvoll ist es, bevor Sie sich für eine Ausbildung in Spanien entscheiden, dort erst einmal ein Praktikum zu absolvieren. Am besten machen Sie sich jedoch nicht eigenständig auf die Suche, da in Spanien, Praktika betreffend, spezielle arbeitsrechtliche Regelungen gelten. Auch für Praktikantenstellen können Sie sich an das Arbeitsamt wenden. Die Arbeitsämter haben Partner für solche Vermittlungen in Spanien. Informationen zu diesem Thema haben auch Wirtschaftsverbände.
  • Soll es mit einer Ausbildung in Spanien klappen, müssen Sie die spanische Sprache ausreichend beherrschen. Sie sollten also möglichst schon in der Schule mehrere Jahre Spanischunterricht gehabt haben oder beispielsweise an einem Instituto Cervantes ausreichende Sprachkenntnisse erwerben.  
  • Wenn Sie keine komplette Ausbildung im Ausland machen wollen, können Sie unter Umständen auch im Rahmen einer Ausbildung in Deutschland an einem Austauschprogramm teilnehmen und ein Praktikum in Spanien absolvieren. Erste Informationen dazu können meist die Berufsschulen erteilen, eventuell auch Ihr Ausbildungsbetrieb, die IHK oder die Handwerkskammer.

Die Grundvoraussetzung für eine gelingende Ausbildung in Spanien ist, dass Sie möglichst gut informiert und vorbereitet sind. 

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