Wer kennt Sie nicht: die Erörterung. In höheren Klassen endet jede Phase des Unterrichtsfach Deutsch häufig mit der Möglichkeit, eine solche zu schreiben. Hier erfahren Sie, was wichtig ist.
- 03.01.2011 Jan Kopia
Erörterungen sind vielseitig
- Im englischsprachigen Raum werden vor allem Essays geschrieben, die inhaltlich nicht deckungsgleich sind, dennoch vieles einer Erörterung beinhalten.
- Die Erörterung ist im Gegensatz zur Interpretation durch das Festsetzen einer klaren Meinung gekennzeichnet, die auf Basis einer Fragestellung entsteht. Dies kann auf Basis eines vorhandenen Textes, aber auch völlig frei sein. Wichtig dabei ist, dass man alle erkennbaren Aspekte des Themas aufgreift (These und Antithese), miteinander vergleicht und einen Schluss zieht, der die Meinung widerspiegelt und damit die Frage beantwortet.
Aufbau einer Erörterung
- Eine Erörterung beginnt mit einer Einleitung. Führen Sie in der Einleitung aus, worum es bei dem Thema der Erörterung geht. Erläutern Sie hier, welcher Sachverhalt wie besprochen werden soll und auf welcher Basis die Informationen beruhen (Zeitungsartikel, Studien, Bücher usw.). Im Abschluss der Einleitung machen Sie deutlich, was die Fragestellung ist, und welcher Sachverhalt überhaupt zur Fragestellung führt.
- Der Hauptteil besteht aus der Nennung aller wichtigen Argumente aus Ihrer Sicht. Gehen Sie hierbei getrennt voneinander auf die Antithese (also dem, wogegen Sie im Text argumentieren) und die These ein. Wichtig ist, dass Sie zeigen, mit welchen Argumenten Sie diese und jene Meinung entwickeln. Sie stellen auf Basis der Argumente also Behauptungen auf, die Sie beweisen müssen, indem Sie zeigen, mit welchen Argumenten die Behauptungen begründet werden. Im Hintergrund ist stets der Bezug zur Fragestellung.
- Im Schlussteil fassen Sie die wichtigsten Argumente wieder zusammen und stellen deutlich Ihre Meinung zum Thema zusammenfassend dar.
- Manchmal gibt es noch einen Abschluss, der thematisch etwas weiter hinausgeht, und eine Art Prognose zum Thema darstellen soll.