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Alternative zur Unterlassungsklage bei übler Nachrede - so lösen Sie Probleme direkt mit den Betreffenden

Sie möchten sich gegen üble Nachrede und fiese Gerüchte wehren, ohne gleich eine Unterlassungsklage anzustrengen? Lesen Sie hier, wie Sie die Situation durch Gespräche entspannen können.

So wehren Sie sich ohne Unterlassungsklage gegen fiese Gerüchte.
So wehren Sie sich ohne Unterlassungsklage gegen fiese Gerüchte.

Üble Nachrede - so wehren Sie sich ohne Unterlassungsklage

Sie fühlen sich also durch Gerüchte belästigt, die eine oder mehrere andere Personen über Sie in die Welt setzen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie nicht gleich in Panik geraten. Natürlich kann es passieren, dass Sie wegen dieser Sache zum Gesprächsthema Nummer eins auf der Arbeit, in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis werden. Doch bedenken Sie, dass Sie glaubhafter wirken, wenn Sie ruhig bleiben und über den Dingen stehen.

  • Denken Sie zuallererst darüber nach, welche Gründe die betreffende Person für ihre fiesen Aussagen hat. Die Ursachen können vielfältig sein und in den wenigsten Fällen setzt jemand einfach aus purer Lust am Lästern gemeine Gerüchte in die Welt.
  • Was für Gründe könnte die Person also haben, Sie niedermachen zu wollen? Gab es in der Vergangenheit einen Streit? Haben Sie eventuell etwas getan, was der Person - beispielsweise im Beruf - Nachteile verschafft hat? Gehen Sie die letzten Monate und wenn möglich sogar Jahre Ihrer Beziehung ganz genau durch.
  • Fragen Sie auch Menschen, die Sie beide kennen, nach den möglichen Gründen für die üble Nachrede. Vielleicht hat der Verbreiter der Gerüchte mit anderen über seine Beweggründe gesprochen oder etwas angedeutet.
  • Denken Sie immer daran: Je klarer die Situation für Sie selbst ist, desto besser und einfacher können Sie sie auch klären.
  • Sie möchten jetzt also die blöde Angelegenheit aus der Welt räumen, ohne gleich mit einer Unterlassungsklage zu drohen. Suchen Sie hierfür das direkte Gespräch mit dem Menschen, der es offensichtlich nicht allzu gut mit Ihnen meint. Ganz wichtig: Tun Sie dies auf keinen Fall vor Dritten, um denjenigen nicht in eine Defensivposition zu drängen.
  • Bitten Sie ihn stattdessen um ein Gespräch unter vier Augen. Tun Sie dies ruhig und klar - so vermitteln Sie der Person, dass Sie sich keineswegs als Opfer fühlen und sorgen unter Umständen sogar dafür, dass derjenige sich wegen seiner hinterhältigen Aktion albern und kindisch vorkommt.
  • Wenn es Ihnen gelungen ist, eine ruhige Gesprächsatmosphäre herzustellen, fragen Sie den Lügenerzähler direkt, was er mit den Gerüchten bezwecken will. Sagen Sie, Sie wissen doch beide, dass diese Aussagen nicht wahr sind. Wenn Sie einen möglichen Grund ermitteln konnten, sprechen Sie die Person auch darauf an. Mit dieser Kombination aus Offenheit und dem bloßen Durchschauen der Intrige nehmen Sie ihr den Wind aus den Segeln.
  • Die Reaktion der Person ist jetzt entscheidend. Wird sie wütend, sehen Sie, dass sie wirklich aus irgendwelchen Gründen sauer auf sie ist. Entschuldigt sie sich reumütig, war die ganze Sache offensichtlich einfach oberflächlich und unbedacht.
  • Egal, wie die Diskussion verläuft - beharren Sie darauf, dass er oder sie die Gerüchte aus der Welt schafft und für klare Verhältnisse sorgt. Erklären Sie, was für Konsequenzen die betreffenden Falschaussagen für Sie haben. So etwas ist demjenigen, der sie verbreitet, nämlich häufig gar nicht klar.
  • Fragen Sie die Person auch, wie sie sich in Ihrer Lage fühlen würde. Ein gedanklicher Perspektivwechsel kann in Konfliktsituationen Wunder wirken.
  • Wenn der Gerüchteverbreiter trotz Ihrer diplomatischen Bemühungen stur bleibt, wagen Sie einen zweiten Versuch, bei dem Sie einen Vermittler hinzurufen. Bestenfalls sollte dies eine Person sein, die Sie beide kennen und schätzen. Dann lockert sich die Konfliktsituation ein wenig auf und das Gespräch ist deutlich entspannter.

Sie werden sehen, dass Sie, wenn Sie nur hartnäckig, ruhig und von der Wahrheit überzeugt bleiben, im Normalfall um eine Unterlassungsklage herum kommen.

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