Natürlich ist manchmal alles Scheiße. Depressive Phasen haben ihren Sinn, weil die Welt da draußen sowieso voller Hiobsbotschaften ist und man sich kaum dagegen vollständig abkapseln kann und das eigene Leben auch wirklich nicht immer optimal ist. Was tun?
- 09.03.2011 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Alles Scheiße? – Das können Sie tun
- Wer die Welt wieder in einem freundlicheren Licht sehen will, darf dennoch trauern über Verluste. Darf dennoch Angst haben. Wer aus dem Gefühl, „Alles Scheiße“ ausbrechen will, darf dennoch die dunklen Seiten seiner Welt sehen. Erst wenn man diese Seiten erkennt, die einfach Teil des Menschseins sind, ist es gut, die Welt wieder in hellerem Licht zu sehen.
- „Alles scheiße“? Ja, aber nicht nur. Um die Welt wieder in positiverem Licht zu sehen, braucht es Disziplin. Die Disziplin, sich ganz auf einen Gedanken zu konzentrieren: Was ist gerade schön? Ohne ja-aber.
- Was ist gerade an Ihrem Leben schön? Was ist gerade in dem Park schön, den Sie jeden Tag durchqueren? Was ist, von Ihrem Fenster aus gesehen, schön?
- Finden Sie mindestens drei Dinge. Etwa: Die Sonne. Ein Vogel, der gerade durch den Park flattert. Ein wunderschön grüner Grashalm. Wolken am Himmel.
- Diese Dinge schreiben Sie am besten auf. Das hilft, um sich zu fokussieren.
- Wenn Sie sich in dieser ersten Disziplin geübt haben – am besten jeden Tag – richten Sie den Blick nach innen. Weil das oft schwerer ist, brauchen Sie dazu vielleicht den freundlichen Blick eines Partners oder Freundes.
- Fragen Sie sich: Was ist an Ihnen schön? Ihr Mund? Ihre Zehen? Ihr Haar? Ihr Blick?
- Was haben Sie alles schon geleistet? Vielleicht jemandem geholfen, und sei es nur in einer Kleinigkeit.
- Mit solchen Fragen stärken Sie sich. Und Sie entdecken, dass die Welt voller Schönheit ist. Schönheit, die es zu bewahren gilt – auch mit Ihren Kräften.
Viel Erfolg!