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Affen als Haustier halten - so machen Sie es artgerecht

Hunde und Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Man kann sie streicheln, mit ihnen kuscheln und spazieren gehen. Ganz anders ist die Haltung von einem Affen als Haustier. Nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern auch sehr selten. Daher sollte man sich vor der Anschaffung eines Affen ganz genau informieren, um das Tier auch artgerecht halten zu können.

Der Affe als Haustier fordert einiges von seinem Besitzer.
Der Affe als Haustier fordert einiges von seinem Besitzer.

Was Sie benötigen:

  • Gehege
  • Affenfutter
  • Tierarzt
  • Genehmigung
  • Kletterstelle
  • Zeit

Affen sind wilde Tiere

  • Ohne Frage sind Affen faszinierende Tiere. Sie sind aber in kleinster Weise mit Hunden oder anderen Tieren zu vergleichen. Babyaffen sind klein und putzig, können im Arm gehalten und sogar mit dem Fläschchen gefüttert werden. Wenn Sie jedoch mit dem Gedanken spielen, sich einen Affen als Haustier zu halten, dann sollten Sie bedenken das ein ausgewachsener, bzw. geschlechtsreifer Affe durchaus angriffslustig sein können und auch Mal zubeißen.
  • In Deutschland ist die Haltung von Affen nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Ein Affe, auch wenn es ein kleiner ist, kann nicht wie eine Katze in der Wohnung gehalten werden. Affen brauchen ein großes Außengehege mit reichlich Auslauf und Klettermöglichkeiten. Affen sind sehr soziale Tiere und leben in Freiheit stets in einem Rudel mit anderen Artgenossen zusammen. Einen einzelnen Affen zu halten wäre also nicht artgerecht.
  • Vor der Anschaffung sollten Sie wissen, dass ein Affe bis zu 40 Jahre alt werden kann. Während dieser Zeit übernehmen Sie die Verantwortung für das Tier und müssen es versorgen. Damit das Tier auch aus medizinischer Sicht versorgt ist, müssen Sie sich vorab nach einem Tierarzt erkundigen, welcher in der Lage wäre, Ihren Affen zu behandeln und im Notfall medizinisch zu versorgen.


Auch als Haustier braucht der Affe ein Gehege

  • Die Vorschriften, wie groß ein Gehege für Ihren Affen sein soll, sind unterschiedlich. Für kleinere Affen wie Krallenaffen sind in der Regel mindestens 5 qm vorgeschrieben. Eine genaue Aussage hierüber bekommen Sie bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Veterinäramt.
  • Das Gehege muss sicher sein, sodass der Affe nicht fliehen kann. Einige wichtige und allgemeingültige Vorschriften können Sie dem Washingtoner Artenschutzabkommen, dem EU-Artenschutzabkommen, dem Bundesnaturschutzgesetz sowie der Bundesartenschutzverordnung und dem Deutschem Tierschutzgesetz entnehmen.
  • Um Ihren Affen auch artgerecht ernähren zu können, reichen nicht nur Nüsse und Bananen. Natürlich kann der Affe Bananen und anderes Obst bekommen, sowie frisches Gemüse und lebende Insekten, das Tier braucht aber auch spezielles Futter, das im Handel als Fertigfutter erhältlich ist.


Der Affe als Haustier in der Wohnung

  • Eine reine Wohnungshaltung ist verboten. Aber sicherlich möchten Sie auch etwas Zeit mit Ihrem Affen innerhalb der Wohnung verbringen. Dabei muss das Tier ständig beaufsichtigt werden, denn auch ein kleiner Affe kann schnell eine Türe oder den Schrank öffnen, die Gardinen abreißen oder auf den heißen Herd springen.
  • Nicht zu vergessen, dass der Affe auch in der Wohnung sein Geschäft verrichten wird. Sie sollten also auf Chaos und Durcheinander eingestellt sein, wenn Sie sich einen Affen als Haustier anschaffen möchten.
  • Für den Innenbereich bekommen Sie vereinzelt angefertigte Zimmergehege, die den rechtlichen Linien entsprechen. In diesen Innengehegen können Sie natürlich auch Zeit mit dem Tier verbringen oder den Affen einfach nur beobachten.
  • Ganz genau über die Haltung und Pflege der Affen können Sie sich im nächsten Zoo erkundigen. Erfahrene Tierpfleger geben Ihnen sicherlich gerne Auskunft und hilfreiche Tipps zum Umgang mit dem neuen Haustier.
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