Abszesse werden von Bakterien verursacht

Der Abszess ist eine Form der eitrigen Entzündung, bei der sich im Gewebe Eiter ansammelt. Die betroffene Stelle ist entsprechend einer Entzündungsreaktion gerötet und angeschwollen. Oft macht der Druckschmerz das Sitzen zur reinsten Tortur.  

  • Eitrige Entzündungen sind meistens Reaktion auf Infektionen mit Staphylokokken und anderen Mikroorganismen. Der Eiter enthält weiße Blutzellen, die Erreger und Fett. Der spezielle Erreger beim Abszess ist meist der Staphylococcus aureus. Geht die Entzündung von einem Haarbalg aus, spricht man von einem Furunkel. 
  • Abszesse können Zeichen eines geschwächten Immunsystems oder gar Diabetes sein. Bei häufigem Auftreten sollte der Arzt diese Leiden mithilfe eines Bluttests ausschließen. 
  • Beim Abszess stirbt lokal Gewebe ab, was durch mangelnde Durchblutung durch häufiges Sitzen und enge Hosen begünstigt wird. Wichtig bei der Behandlung sind daher die Zufuhr von Wärme und Feuchtigkeit, die die Durchblutung fördern. Sie begünstigen das Abfließen des Eiters und beschleunigen den Heilungsprozess. 
  • Auf keinen Fall dürfen Sie am Abszess herumgedrücken, da sich die Erreger über das Lymphsystem verteilen und anderorts einen weiteren Abszess hervorrufen können.
  • Zur lokalen Durchblutungsförderung können Sie Zugsalbe (Ichtholan) benutzen. Diese schon bei den ersten Zeichen eines sich androhenden Abszesses auf eine Kompresse oder ein Pflaster auftragen und über Nacht einwirken lassen. Dann erneuern.
  • Warme Wickel, die mit Kamillentee getränkt sind, wirken desinfizierend und spenden Feuchtigkeit.
  • Ebenfalls wirksam sind Ringelblumen-Kompressen. Dazu kochen Sie zwei Teelöffel getrocknete Calendulablüten mit heißem Wasser auf und lassen es 10 Minuten ziehen. Dann tränken Sie ein Leinentuch oder eine Mullkompresse darin und legen es und auf entzündete Stelle am Po. Wenn die Kompresse trocken ist, führen Sie die Anwendung erneut durch.
  • Einen Versuch wert ist die Behandlung der Entzündungen mit Erythromycin. Dies ist ein Antibiotikum, das Cremes zugesetzt wird. Nach einmonatiger Anwendung der Creme wird sie abgesetzt, da die Bakterien Resistenzen bilden können. Gegebenenfalls wird die Therapie zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen.
  • Als weitere Behandlungsmöglichkeiten existieren die Eigenharn- und Eigenbluttherapien. Bei der Eigenharntherapie soll regelmäßiges Betupfen mit keimarmem Mittelstrahlurin die Entzündung abklingen lassen. Die Eigenbluttherapie dient dazu, die Abwehrkräft zu stärken. Diese wird auch von einigen Hausärzten durchgeführt.
  • Möglicherweise ist bei sehr ausgedehntem Abszess eine chirurgische Eröffnung nötig. Der Abszess kann sich allerdings zu einem späteren Zeitpunkt wieder entzünden. Außerdem drohen Narben als unschöne Nebenwirkung. 

Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen und verwenden Sie am Po eine antibakterielle Lotion bei der täglichen Dusche. Es hemmt das Wachstum der fiesen Staphylokokken, sodass sich das empfindliche Gewebe weniger häufig entzündet.

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