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Abgasrohre - das müssen Sie beim Einbauen beachten

Abgasrohre leiten Abgase ins Freie. Sie verbinden Schornstein und unterschiedlichste Feuerstätten. Die Leitungen müssen dicht und rostfrei sein. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass keine Gase entweichen. Abgasrohre werden entweder aus einem Stück gefertigt oder sie werden aus mehreren Stücken (Rohren, Verbindungsstücken) zu einem Rohrsystem zusammengesetzt.

Abgase gelangen sicher nach außen.
Abgase gelangen sicher nach außen. © Daniel Bleyenberg / Pixelio

Früher konnten Sie beim Bauen automatisch einen Schornstein hochziehen und fertig. Das war sehr einfach. Heute haben Sie als Bauherr die Qual der Wahl. Wenn Sie weder mit fossilen Brennstoffen (Gas, Öl, Kohle), noch mit Holz heizen, können Sie sogar ganz auf einen Rauchabzug beziehungsweise Abgasrohre verzichten.

Abgasrohre als Bestandteil eines Abgassystems

  • Für Ihren Schornstein und das dazugehörige Abgassystem gibt es drei Alternativen. Sie können einen Schornstein vor der Fassade oder innen im Haus errichten. Oder Sie verzichten beispielsweise durch eine Wärmepumpenheizung ganz auf einen Schornstein.
  • Eine einzügige Schornsteinlösung, die durch alle Etagen bis übers Dach reicht, ist aufgrund des Einsatzes moderner Brennwerttechnik nicht mehr möglich. Sie benötigen ein zusätzliches Abgasrohr, welches aus Metall oder Keramik sein kann.
  • Der Einzug von maßgeschneiderten, dimensionierten Abzugsrohren ist gleichfalls für Kamin- und Kachelöfen empfehlenswert. Achten Sie beim Einbau von Rohren darauf, ob sie über die Zulassung für die von Ihnen genutzten Brennstoffe verfügen.

Fachgerechtes Installieren von Abgassystemen ist lebenswichtig

  • Eine Umstellung Ihrer Heizungsanlage macht meist eine fachgerechte Sanierung der Abgasanlage erforderlich. Eine umweltfreundliche Verbrennung von Heizmaterialien hat eine schnellere Abkühlung von Verbrennungsgasen zur Folge. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Kondensat im Mauerwerk absetzt.
  • Ein ganzes System von Abgasrohren verhindert ein Versotten des Schornsteins und das Austreten schädlicher Verbrennungsgase. Abgasrohre können Sie aus Edelstahl, vermehrt auch aus Keramik oder sogar aus Kunststoff einbauen.
  • Der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister ist bei größeren Arbeiten an der Abgasanlage zu informieren. Das erspart später etwaige zusätzliche Umbauten und natürlich Geld.
  • Bei einer Reparatur oder Sanierung von Abgasrohren können Sie meist auf Steckverbindungen zugreifen. Passt der Adapter am Schornstein nicht oder ist er noch nicht vorhanden, müssen Sie mit Kronenbohrer und Winkelschleifer eine Öffnung in das Schornsteinrohr bohren.
  • Den Rauchrohranschluss wird der Bezirksschornsteinfegermeister sehr genau prüfen. Er sollte daher fachlich korrekt ausgeführt sein.
  • Einwandige Abgasrohre für den Festbrennstoffbetrieb isolieren Sie mit Wärmedämmschalen, um die Bildung von Wasser zu verhindern. Teilweise dienen sie auch der Dämmung von Geräuschen.

Das Ersetzen von Abgasrohren ist notwendig, um einen Gasaustritt zu verhindern. Nur wenn Rohre richtig angeschlossen werden, ziehen alle Abgase ins Freie.

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