Ein 2. Wohnsitz wird bei vielen relevant, wenn Sie ein Studium beginnen und dadurch eine Studentenwohnung anmieten oder in eine Wohngemeinschaft in einer anderen Stadt ziehen. Sind Sie nur in der Woche am Studienort und wohnen an den Wochenenden weiterhin bei den Eltern, sollten Sie lediglich einen 2. Wohnsitz anmelden.

So können Sie den 2. Wohnsitz anmelden

  • Beachten Sie unbedingt, dass das Gesetz eine Ummeldung oder ein Anmelden innerhalb von einer Woche nach dem Einzug vorschreibt. Melden Sie Ihren 2. Wohnsitz hingegen erst später an, so müssen Sie ein Bußgeld bezahlen. Sie sollten wissen, dass die Höhe dieses Bußgeldes im Ermessen des Sachbearbeiters liegt. Je später Sie sich ummelden, desto höher kann es ausfallen.
  • Gehen Sie zu dem örtlich zuständigen Einwohnermelde- oder Bezirksamt und melden Sie Ihren 2. Wohnsitz an.
  • Nehmen Sie hierzu unbedingt Ihren Mietvertrag mit. So können Sie beweisen, dass Sie unter der neuen Anschrift wohnen.
  • Sie sollten wissen, dass Sie keinen expliziten Nachweis des Vermieters benötigen. Dies wurde früher mal verlangt, ist jedoch nicht mehr erforderlich.
  • Beachten Sie, dass das Anmelden des 2. Wohnsitzes ca. zehn bis fünfzehn Euro kostet. Die Höhe ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich.
  • Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie ein Dokument als Beleg.

Aspekte des 2. Wohnsitzes

  • Ein 2. Wohnsitz  kann vorteilhaft sein, wenn man in der Woche woanders wohnt als am Wochenende oder sich die Eltern scheiden lassen und man deshalb einen weiteren Wohnsitz anmelden muss. Es gibt viele Situationen, in denen es sinnvoll ist einen 2. Wohnsitz anzumelden.
  • Wer einen 2. Wohnsitz anmelden will, sollte hierzu den Wohnsitz wählen, an dem er sich seltener aufhält.
  • Der 2. Wohnsitz kann sich auch steuerlich auswirken. Manche Kommunen erheben Steuern für den 2. Wohnsitz, andere nicht.