Alle Kategorien
Suche

165-Euro-Job - Rechte und Pflichten fachgerecht erklärt

Als Empfänger von Arbeitslosengeld I dürfen Sie Ihr Budget mit einem 165-Euro-Job anrechnungsfrei aufstocken. Aber Vorsicht: Bei der Kollision mit weiteren Jobs und Überschreitung der Höchststundenzahl können Sie unangenehme Überraschungen erleben! Informieren Sie sich hier über Ihre Rechte und Pflichten.

Ein 165-Euro-Job lohnt sich neben Arbeitslosengeld I.
Ein 165-Euro-Job lohnt sich neben Arbeitslosengeld I.

Was Sie über den 165-Euro-Job wissen sollten

  • Wie alle Minijobs bis zur Grenze von 400 Euro ist auch ein 165-Euro-Job sozialversicherungs- und steuerfrei, d. h. die 165 Euro erhalten Sie ohne Abzüge, wenn Sie Arbeitslosengeld I beziehen.
  • Im Gegensatz dazu sind die Rechte von ALG-II-Beziehern (Hartz IV) beim Nebenverdienst eingeschränkt: Als Hartz-IV-Empfänger dürfen Sie nur bis zur Grenze von 100 Euro abzugsfrei hinzuverdienen, wenn Sie also 165 Euro verdienen, werden 65 Euro angerechnet, und Ihnen verbleiben nur 100 Euro.
  • Zu Ihren wichtigsten Pflichten gehört es, die Tätigkeit in jedem Fall bei der Agentur für Arbeit schon bei Beginn anzumelden, da Ihnen anderenfalls spätere Leistungskürzungen drohen.
  • Außerdem darf Ihre Arbeitszeit wöchentlich 15 Stunden niemals überschreiten, denn sonst gelten Sie nicht mehr als arbeitslos und verlieren den Anspruch auf Arbeitslosengeld komplett.

Rechte und Pflichten bei mehreren Nebenjobs

  • Ausnahmsweise dürfen Sie in einem 165-Euro-Job auch neben einem weiteren Minijob den vollen Betrag anrechnungsfrei hinzuverdienen, wenn Sie die andere Nebentätigkeit schon vor Ihrer Arbeitslosigkeit ausgeübt haben.
  • Sofern Sie also schon als Arbeitnehmer nebenbei bis zu 400 Euro hinzuverdient haben, können Sie diesen Job auch als Empfänger von ALG I weiterhin anrechnungsfrei ausüben und noch einen Nebenjob für 165 Euro annehmen.
  • Dann allerdings dürfen Sie mit beiden Tätigkeiten zusammen die wöchentliche Höchststundenzahl von 15 nicht überschreiten. Außerdem sind Sie an den bisher ausgeübten Job gebunden, bei einem Wechsel gilt nur noch der Freibetrag von 165 Euro insgesamt.
  • Auch wenn Sie in zwei Nebenjobs arbeiten, bleiben die Freibeträge für jede Einzeltätigkeit bestehen. Sollten Sie also in Ihrem bisherigen 400-Euro-Job einmal weniger verdienen, können Sie trotzdem höchstens 165 Euro aus der anderen Tätigkeit abzugsfrei behalten.

Wenn Sie Ihre Rechte und Pflichten genau beachten, bietet Ihnen ein 165-Euro-Job die ideale Gelegenheit, Ihr Arbeitslosengeld aufzubessern und weiter am Berufsleben teilzuhaben.

Teilen: