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Zu trockene Raumluft - was tun?

Trockene Raumluft führt zu vielerlei Beschwerden. Die Augen tränen und ermüden schnell, der Mund fühlt sich ausgetrocknet an und die gereizten Schleimhäute begünstigen Erkältungen. Sie können einiges tun, um sich besser zu fühlen.

Gute Raumverhältnisse steigern das Wohlbefinden.
Gute Raumverhältnisse steigern das Wohlbefinden.

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen sollte 50 bis 65 % betragen. Läuft die Heizung auf vollen Touren, sinkt die Luftfeuchtigkeit auf unter 30 %. Trockene Raumluft ist der Gesundheit alles andere als zuträglich.

Die Umgebung bestimmt Ihr Wohlbefinden

  • Da sich Luft abhängig von ihrer Temperatur immer mit Wasserdampf auflädt, bis sie gesättigt ist, nutzt sie bei trockenen Räumen Schleimhäute und Haut des Menschen als Feuchtigkeitsquelle.
  • In der Folge trocknen Haut, Mund- und Nasenschleimhäute aus. Die Augen sind gereizt. Erkältungskrankheiten sind Tür und Tor geöffnet.
  • Eine Klimaanlage ist kein geeigneter Weg für gute Luft. In Büros ist jeder Vierte unzufrieden. Sie regulieren schließlich nicht den Feuchtigkeitsgehalt der Luft.

Trockene Umgebungsverhältnisse fordern Augen Höchstarbeit ab

  • Trockene Raumluft zwingt die Augen zum vermehrten Blinzeln. Im Normalfall schlagen Augenlider bis zu 25-mal pro Minute, um das Auge feucht zu halten. Wer am PC-Bildschirm sitzt, riskiert auf Dauer, dass sich die Lidschlagfrequenz pro Minute auf nur ein bis zweimal reduziert.
  • Die Folge ist, dass der Flüssigkeitsfilm aufreißt, die Tränenflüssigkeit verdunstet und über den Lidrand abläuft. Insoweit ist es paradox, dass die Augen tränen und sich dennoch immer trockener anfühlen, rot werden und gereizt sind.

Tauschen Sie die Raumluft regelmäßig aus

  • Die einfachste Maßnahme, etwas gegen trockene Raumluft zu tun, besteht darin, dass Sie regelmäßig lüften. Vor allem gilt dies auch im Winter, wenn geheizt wird. Es genügt, wenn Sie Stoßlüften, also die Fenster für wenige Minuten öffnen und sogleich wieder schließen. Tun Sie dieses regelmäßig, erfolgt ein kontinuierlicher Luftaustausch. Im Idealfall öffnen Sie zwei gegenüberliegende Fenster, sodass ein Durchzug entsteht und den Luftaustausch zusätzlich fördert.
  • Solange es die Jahreszeit zulässt, sollten Sie bei geöffnetem Fenster schlafen.
  • Legen Sie feuchte Handtücher auf die Heizkörper oder hängen Sie Feuchtigkeitsspender davor.
  • Haben Sie geduscht, lassen Sie die Tür zum Badezimmer offen, damit die Feuchtigkeit in die Wohnung abziehen kann.
  • Fahren Sie die Heizung herunter. Je wärmer es ist, desto trockener wird die Luft im Raum. Ziehen Sie sich lieber dicker an.

Lernen Sie Pflanzen zu schätzen

  • Studien haben ergeben, dass in begrünten Büros mit entsprechend hoher Luftfeuchte die Mitarbeiter durchschnittlich bis zu dreieinhalb Tage weniger krank waren als eine Vergleichsgruppe. Grüne Pflanzen befeuchten nicht nur die Heizungsluft, sie wirken als Nebeneffekt auch elektrostatischen Aufladungen entgegen.
  • Grüne Pflanzen filtern den Staub aus der Raumluft. Sie produzieren tagsüber in kleinen Mengen Sauerstoff, der jedoch nachts wieder verbraucht wird. Deshalb sollten Sie im Schlafzimmer keine Pflanzen stehen haben.
  • Nicht zuletzt ist es wichtig, dass Sie sich regelmäßig im Freien aufhalten und für ungünstige Raumluftverhältnisse auch insoweit einen Ausgleich schaffen.
  • Trockenen Augen können Sie mit Augentropfen begegnen, die Sie ins Auge tropfen. Gut ist, wenn Sie bewusst vermehrt blinzeln.
  • Beachten Sie aber auch, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung die Schimmelbildung fördert. Auch insoweit ist regelmäßiges Lüften unabdingbar.
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