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Woraus besteht der DFB-Pokal? - Wissenswertes zum System

Auch wer fußballbegeistert ist, weiß oft nicht, woraus der DFB-Pokal besteht, also wer teilnehmen darf und wie der Ablauf ist. Das Verfahren, wer teilnehmen muss bzw. darf oder nicht darf, ist etwas kompliziert. Auch die Auslosung unterliegt einem schwer durchschaubaren Ablauf.

So läuft der DFB-Pokal ab.
So läuft der DFB-Pokal ab.

Woraus die Teilnehmerliste besteht

  • Alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga müssen am DFB-Pokal teilnehmen. Ferner müssen die ersten 4 platzierten Vereine der 3. Liga dabei sein. Das sind also 40 Vereine.
  • Hinzu kommen die Verbandpokalsieger der Landesverbände. Da es 21 Verbände sind, kommen also 21 Vereine dazu.
  • Da die Auswahl aus 64 Vereinen besteht, werden noch 3 Vereine dazugenommen. Diese wählen die 3 Landesverbände aus, die die meisten Mannschaften im Spielbetrieb haben. Es zählen nur die Herrenmannschaften. Jeder Verband kann einen Verein auswählen.
  • Zusätzlich gibt es die Regel, dass jeder Verein nur einmal vertreten sein darf. Sollte ein Verbandspokalsieger zum Beispiel der zweite Verein eines Vereines sein, der in einer der Bundesligen ist bzw. über die 3. Liga qualifiziert ist, dann tritt an seine Stelle der nächst platzierte in der Liste des jeweiligen Verbandspokals. Würde ein Verein der 3. Liga davon betroffen sein, dann wird dieser durch den nächst platzierten dieser Liga ersetzt.

Jetzt wissen Sie, woraus sich die Teilnehmerliste zusammensetzt..

Auslosung zur ersten Runde des DFB-Pokals

  • Die Auslosung erfolgt aus zwei Urnen. In jeder Urne sind 31 Hohlkugeln, in denen jeweils ein Zettel mit einem Vereinsnamen steht. In manchen Jahren sind in einem Behälter 32 und im anderen 30.
  • In dem ersten Behälter sind die Vereine der ersten beiden Bundesligen. Da dies 36 Vereine wären, werden 4 - 5 Vereine in das andere Behältnis einsortiert. Es sind die 3 Aufsteiger der 2. Bundesliga, der 15. dieser Liga und der 16., sofern er sich bei den Relegationsspielen qualifiziert hat. Im anderen Behälter sind zusätzlich alle anderen teilnahmeberechtigten Vereine.
  • Nun wird zuerst ein Teilnehmer aus dem Behälter mit den Amateurmannschaften gezogen und danach einer aus dem Liga-Behälter. Wenn in einem Behälter keine Kugel mehr ist, wird eine Kugel aus dem anderen Behälter gezogen und danach die letzte Kugel aus diesem Behälter. Der Erstgezogene hat Heimrecht.

Auslosung der zweiten Runde

Die Sieger der ersten Runde sind für die Teilnahme an der zweiten Runde qualifiziert.

  • Die Vereine werden nach dem bekannten Schema aufgeteilt. Bei der Auslosung wird wieder aus dem Behälter der Amateure begonnen und danach aus dem Behälter der Liga gezogen.
  • Da bei der Aufteilung unterschiedlich viele Kugeln in den Behältern sein werden, wird zum Schluss nur noch aus einem Behälter gezogen. Heimrecht hat immer der Verein, der zuerst gezogen wird.

Die Auslosungen für das Achtel-, Viertel- und Halbfinale erfolgen aus einem Behälter. Auch hier hat der Erstgezogene immer Heimrecht.

Besonderheiten bei den Spielen

Da es in jeder Runde immer einen Sieger geben muss, besteht eine Besonderheit bei den Spielen.

  • Wenn nach Ablauf der regulären Spielzeit von 2 x 45 Minuten kein Sieger feststeht, gibt es eine Verlängerung von 2 x 15  Minuten.
  • Sollte auch dann kein Sieger feststehen, wird das Spiel über Elfmeterschießen entschieden.

Das ist der etwas komplizierte Ablauf, woraus der DFB-Pokal besteht.

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